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Wassermassen nach Starkregen : In nur einer Stunde soff halb Hagenow ab

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Feuerwehren die ganze Nacht im Dauereinsatz / Viele Keller liefen voll

Kurz nach 21 Uhr zog die Gewitterwand von zwei Seiten über Hagenow herauf, wenig später gab es Land unter in weiten Teilen der Stadt. Eine wahre Flut ergoss sich aus dem Himmel. Besonders stark betroffen waren die Bahnhofstraße, der Bereich nach Hagenow Heide, natürlich der Tunnel unter der Eisenbahn, Teile der Steegener Chaussee. „Nach unserer Radarmessung hat es in Teilen Hagenows und südlich davon am Sonntagabend Regenmengen von 40 bis 50 Litern auf den Quadratmeter in der Stunde gegeben“, berichtete Thomas Endrulat, Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst in Potsdam. Zwischen Grabow und Karstädt soll es östlich der B 5 ebenfalls 50 Liter gegeben haben. Zum Vergleich: Das Mittel für einen ganzen Monat liegt bei uns in der Region etwa bei 60 Litern auf den Quadratmeter.


Kanalisation war komplett überfordert


Bei diesen Regenmassen waren Straßenkanalisation und normale Gräben völlig überfordert. Ganze Straßenzüge waren überschwemmt, Keller liefen voll. Für Hagenows Wehr bedeutete das Unwetter praktisch ab 21 Uhr am Sonntag bis gestern Mittag Dauereinsatz mit allen Kräften. „Das war einer der wenigen Fälle, wo nicht ein Auto mehr in der Halle stand“, erzählte Wehrführer Jan Meyer gestern unserer Redaktion.

Zunächst gab es eine Meldung über einen Schaden in einem Elektro-Laden in der Schweriner Straße, dann lösten gleich zweimal Brandmelder im Bereich der Steegener Chaussee aus, vermutlich durch das Wetter bedingt. Wenig später kam dann die Flut. Teile der Steegener Chaussee waren so überflutet, dass die Straße teilweise unpassierbar war. An vielen Stellen stieg das Wasser über die Bordsteinkanten. Komplett abgesoffen war der Tunnel in Hagenow Heide, dort sollen sich nach ersten Berichten auch zwei Autos festgefahren haben. Auch die extra installierten Pumpen an dieser neuralgischen Stelle funktionierten teilweise nicht oder waren überfordert.

Schlimm erwischte es auch den Bereich am Eichenweg sowie den Bereich der Bahnhofstraße und die Lindenallee. Die Straßen konnten nur im Schritttempo passiert werden, etliche Keller liefen voll, das Wasser sprudelte aus den Gullydeckeln.

Ob das Hagenower Klärwerk die ganze Zeit funktionsfähig blieb und welch große Gebäude noch mit Wasser voll gelaufen waren, lesen Sie in der Dienstagsausgabe des Hagenower Kreisblattes sowie in unserem Epaper.

 

 

 

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