zur Navigation springen
Hagenower Kreisblatt

25. November 2017 | 12:35 Uhr

Neuhaus : In neue Aufgabe gut hineingefunden

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Ramona Jührs löste als Küsterin der evangelischen Kirchengemeinde Reinhard Frehse ab / Frehse leitet aber weiter den Posaunenchor

svz.de von
erstellt am 29.Dez.2015 | 00:34 Uhr

Es war gleich viel zu tun in der ersten Zeit ihrer neuen Tätigkeit als Küsterin. Schließlich stand Weihnachten vor der Tür. Aber Ramona Jührs fühlte sich von allen Seiten sehr gut unterstützt. „Alle haben geholfen, dass ich mich zurecht finde, der Kirchenvorstand, die Pastoren und natürlich mein Vorgänger Reinhard Frehse“, so die Neuhauserin. Und der ist voll des Lobes. „Ich freue mich, Frau Jührs hat einen guten Start hingelegt.“

Reinhard Frehse war nach 16 Jahren als Küster der Kirchengemeinde Neuhaus, zu der immerhin vier Kirchen (Sückau, Krusendorf, Stiepelse und Neuhaus) gehören, während eines feierlichen Gottesdienstes in den Ruhestand verabschiedet worden. Sein Posaunenchor hatte heimlich geprobt und war natürlich bei der Verabschiedung dabei. Langweilig wird es dem „Rentner“ allerdings nicht werden, denn den Posaunenchor leitet er weiterhin und er hat auch vor, noch einmal junge Musiker auszubilden. Schon am kommenden Freitag, dem 1. Januar, findet in St. Marien in Neuhaus ein Neujahrskonzert statt (Beginn ist um 16 Uhr).

Nach der offiziellen Verabschiedung von Reinhard Frehse folgte am 4. Advent während des Gottesdienstes die offizielle Einführung der neuen Küsterin Ramona Jührs. „Wir haben uns im Kirchenvorstand mit großer Einmütigkeit für Frau Jührs entschlossen und sind froh, dass wir so die Nachfolge von Reinhard Frehse problemlos lösen konnten“, unterstreicht der Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Friedrich-Wilhelm Hauel. Bewerbungen seien einige eingegangen, unter anderem sogar eine aus Südafrika. Aber es sei doch sehr von Vorteil, wenn der Küster oder jetzt die Küsterin aus dem Ort sei, um schnell da zu sein. Zum Beispiel, wenn es darum gehe, die Totenglocke zu läuten.

Ramona Jührs muss als Küsterin die Gottesdienste vorbereiten, sich zum beispiel um Kerzen und Blumenschmuck kümmern und - im Winter ganz wichtig - die Heizung anstellen. Dafür muss sie heute nur zwei Knöpfe in der Kirche und einen im Heizungskeller drücken. Das war früher anders. Friedrich-Wilhelm Hauel erinnert sich daran, schon morgens um vier Uhr zusammen mit dem Vater von Reinhard Frehse, der auch Küster gewesen war, im Heizungskeller gesessen zu haben, um die Heizung in Gang zu bekommen.

Begrüßt wird das handwerkliche Geschick der neuen Küsterin, die sich zu Weihnachten schon mal eine Bohrmaschine wünscht und die auch geschenkt bekommt. Und die sich unbändig gefreut hat, dass an ihrem neuen - gebraucht gekauftem - Auto eine Anhängerkupplung dran war. Das passt gut, denn nicht in jeder der vier Kirchen ist alles an Werkzeugen und benötigten Utensilien vorhanden.

„Ein Küster hat mehr zu tun, als sich die Leute im Allgemeinen so vorstellen“, ergänzt Reinhard Frehse. Er denkt da auch an die „Pflege“ der Markthändler, die jeden Donnerstag an der Kirche ihre Stände aufbauen. Die können die warme Küche in der Kirche nutzen und bekommen früh am Morgen einen Kaffee gekocht. Das wissen die Händler zu schätzen und kommen gern nach Neuhaus. Ramona Jührs hat ihre erste „Betreuung“ auch schon hinter sich. Reinhard Frehse hörte nur Gutes.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen