Hagenow : In Mission Beratung unterwegs

Diplompsychologe Dr. phil. Eckhard Zierep und Sozialtherapeutin Kathrin Bauer zeigen und halten das Schild, das nach dem Umzug der Caritas-Beratungsstelle von der Königsstraße in die Schulstraße 2 noch angebracht werden muss.
Diplompsychologe Dr. phil. Eckhard Zierep und Sozialtherapeutin Kathrin Bauer zeigen und halten das Schild, das nach dem Umzug der Caritas-Beratungsstelle von der Königsstraße in die Schulstraße 2 noch angebracht werden muss.

Anlaufstelle der Caritas Mecklenburg e. V. ist von Hagenows Königsstraße in die Schulstraße 2 umgezogen

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10. August 2015, 15:02 Uhr

Wenn das Leben Purzelbäume schlägt, aus dem Ruder zu laufen droht, Familien auseinander brechen oder familiäre wie schulische Probleme über den Kopf zu wachsen drohen, ist es gut, wenn jemand zuhört und professionell beraten kann. Jemand, der emotionalen Abstand hat. Wie beispielsweise die Fachleute von der Caritas Mecklenburg e. V.
„Die Beratung kostet nichts, ist anonym und sicher. Denn wir unterliegen der Schweigepflicht“, sagt Dr. phil. Eckhard Zierep, seines Zeichens Diplompsychologe, systemischer Therapeut, Supervisor und Traumaberater in der Familien-Beratungsstelle Hagenow, die dieser Tage von der Königsstraße in die Schulstraße 2 umgezogen ist. Fachlicher Rat bei Trennung und Scheidung stehe in der täglichen Arbeit ganz oben an, gefolgt von der Hilfe bei Erziehungsproblemen.

„Das macht etwa 40 bis 50 Prozent unserer Tätigkeit aus“, schätzt Zierep im SVZ-Gespräch ein. Ihm zur Seite steht Kathrin Bauer. „Unser Verbreitungsgebiet ist groß. Zu uns kommen Frauen, Männer, Kinder und Jugendliche von Boizenburg, über Lübtheen bis Zarrentin“, berichtet die Sozialtherapeutin. Montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr sei die Anlaufstelle geöffnet, Termine gäbe es nach Vereinbarung unter 03883-721055.

„Wir haben kurze Wartezeiten, kümmern uns um die notwendigen Anträge und wollen die Hemmschwelle so niedrig wie möglich halten. Bei Erziehungsproblemen trägt beispielsweise das Jugendamt oftmals die Kosten.“

Ein großes Beratungsfeld sei aber auch das Umgangsrecht bei Trennungen. „Unser Ziel ist eine außergerichtliche Einigung. Im Sinne der Kinder und im Einvernehmen mit allen Beteiligten“, betont Zierep, der als Unbeteiligter die Situation viel besser überblicke, als die Betroffenen selbst. Dessen neutrale Position für eine erfolgreiche Beratung nicht wegzudenken sei. Er ist salopp gesagt so eine Art Seelsorger für die ganze Familie. Denn, er versucht, die Beteiligten zur Reflexion zu ermuntern und sich in Gesprächen zu öffnen. Gerade auch, weil es Betroffenen oft schwer fällt, sich einem Fremden anzuvertrauen.

Der Mangel an Fairness, das Nicht-Aushaltens-Können von familiären Spannungen, Sprachlosigkeit, Alltagsdruck, Kompromisslosigkeit sowie das Wegbrechen der traditionellen Rollenverteilung; das alles sind die Hindernisse, die Menschen heutzutage im Familiären wie auch Beruflichen überwinden müssen, damit die eigene Welt wieder einigermaßen rund wird. Das Dasein, trotz schmerzlicher Zäsur, eine verlässliche Perspektive bekommt. Kathrin Bauer, bereits seit 2002 in der Beratung tätig, weiß aus ihrem Berufsalltag: „Konflikte zu bewältigen, gehört zum Leben dazu. Auch wenn es sicher Angenehmeres gibt.“

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