Gestern scharfer Solar-Baustart : In Lübtheen soll die Sonne aufgehen

<strong>Vollzogen gestern den symbolischen</strong> Spatenstich zum Bürgersolarpark in Lübtheen: Frank Wein, Rüdiger Metelmann, Rolf Christiansen, Ute Lindenau, Marga Völkel, Jürgen Sahs sowie Oliver Partheymüller, Projektmanager von IBC Solar (v.r.n.l.). <fotos> Dieter Hirschmann</fotos>
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Vollzogen gestern den symbolischen Spatenstich zum Bürgersolarpark in Lübtheen: Frank Wein, Rüdiger Metelmann, Rolf Christiansen, Ute Lindenau, Marga Völkel, Jürgen Sahs sowie Oliver Partheymüller, Projektmanager von IBC Solar (v.r.n.l.). Dieter Hirschmann

Auf dem Gelände der ehemaligen Deponie in Lübtheen entsteht ein Bürgersolarpark. Gestern war symbolischer Spatenstich und Baubeginn. Ab Montag sollen die ersten Fundamente gerammt werden.

svz.de von
22. März 2013, 10:47 Uhr

Lübtheen/Lobetal | Die Stadtvertretung von Lübtheen hatte sich in der vorigen Woche mehrheitlich für den Bau des Bürgersolarparkes auf der ehemaligen Deponie ausgesprochen (SVZ berichtete). Die Baugehmigung ist erteilt, und gestern erfolgte nun der symbolische Spatenstich auf der Baustelle mit gleichzeitigem scharfen Baustart. Schon ab Montag sollen die ersten Fundamente gerammt werden.

"Im März und April wird die Anlage errichtet, die Fertigstellung ist für Ende April vorgesehen. Ans Netz soll der Solarpark dann im Mai angeschlossen werden", erzählt Oliver Partheymüller, der Projektentwickler von IBC Solar, im Gespräch mit SVZ von den aktuellen Arbeiten auf der ehemaligen Deponie in Lobetal. Das Unternehmen IBC Solar hat von der Kommune die Fläche, auf der die Solarmodule auf einem Areal von knapp vier Hektar errichtet werden, gepachtet. "Die ungenutzte Fläche wird in den wirtschaftlichen Kreislauf zurückgeführt, die Kommune erhält die Pachteinnahme, und sämtliche Leistungen für die Aufbau des Projektes werden vor Ort vergeben. Außerdem wird der Betrieb in Lübtheen angemeldet und die Stadt profitiert von der Gewerbesteuer. Bürger der Stadt haben dann die Möglichkeit, Anteile am Solarpark zu erwerben, um so einen persönlichen Teil zur Energiewende zu leisten", erläutert Oliver Partheymüller die Vorzüge des Vorhabens für Lübtheen. In den kommenden 20 Jahren, solange ist die Einspeisevergütung für den Solarstrom durch das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) garantiert, werden die Module dann sauberen Strom produzieren, und ersparen nach Aussage des Investors der Umwelt dabei rein rechnerisch jährlich rund 1000 Tonnen des Klimagases Kohlendioxid. Darüber hinaus will der Betreiber bei der zukünftigen Grünflächenpflege auf Pestizide und Düngemittel verzichten, damit sich die Böden auf der Deponie wieder erholen können.

Für Landrat Rolf Christi ansen spielt die Solarenergie in der Energiewende eine wichtige Rolle, wobei Gemeinden und Bürger von diesen Energien profitieren sollen. "Landkreis und regionaler Planungsverband stellen sich den Fragen der Energiewende. Wir wollen einen Gutteil der Wertschöpfung in der Region halten, so wie das hier in Lübtheen der Fall ist", sagte er im Gespräch mit SVZ.

Bürgermeisterin Ute Lindenau ist jetzt zufrieden, dass alles gut läuft, die Solarenergie auch ins Netzt eingespeist werden kann. "Das Projekt drohte auf halbem Wege fast zu scheitern. Deshalb bin ich dem Bundestagsabgeordneten Hans-Joachim Hacker sehr dankbar. Er hat uns geholfen und den Weg freigemacht, eine Möglichkeit mit der Wemag zu finden, einen Einspeisepunkt hier vor Ort zu schaffen. Da wir uns vor Jahren die erneuerbaren Energien auf die Fahnen geschrieben haben, war es uns wichtig, einen Bürgersolarpark zu schaffen", sagte sie gestern im Gespräch mit SVZ. Ende April muss die Anlage fertig sein, damit der Einspeise-Vergütungsatz gesichert ist. Danach wird der Investor in Lübtheen zu einer Informationsrunde einladen, auf der Bürger die Möglichkeiten bekommen, sich über Beteiligungen zu informieren.

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