In Dodow beginnt die Apfelsaison

Fruchtquell-Geschäftsführer Frank Jehring - hier mit Äpfeln der neuen Ernte und Apfelsaft - ist guter Dinge: Die Prognose sieht gut aus. Das Verarbeitungsunternehmen erwartet in diesem Jahr eine ergiebige  Apfelernte. Dieter Hirschmann
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Fruchtquell-Geschäftsführer Frank Jehring - hier mit Äpfeln der neuen Ernte und Apfelsaft - ist guter Dinge: Die Prognose sieht gut aus. Das Verarbeitungsunternehmen erwartet in diesem Jahr eine ergiebige Apfelernte. Dieter Hirschmann

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05. September 2012, 12:02 Uhr

Dodow | Beim Verarbeitungsunternehmen Fruchtquell Dodow beginnt in diesen Tagen die heißeste Arbeitsphase des Jahres: Die Frischverarbeitung der gewachsenen Früchte steht an. Natürlich dominieren hierbei die Äpfel das Geschehen. Traditionell eröffnen aber die Pflaumen den Erntereigen im Unternehmen. Die Früchte sind als Tafelware ebenso begehrt wie als Rohstoff für die Brennerei.

Doch schon in den nächsten Tagen werden die Fruchtpressen zu Höchstform auflaufen, wenn die maschinell geernteten Äpfel tonnenweise angeliefert werden. Nach ersten Schätzungen, so Fruchtquell-Geschäftsführer Frank Jehring, ist in diesem Jahr mit einer Apfelmenge von den eigenen Plantagen von rund 23 000 bis 24 000 Tonnen zu rechnen. "Das ist gegenüber dem Vorjahr, in dem wir lediglich 4500 Tonnen ernteten, natürlich eine ganz andere Größenordnung, bei der es dann auch Spaß macht. Wir blicken optimistisch auf die neue Saison", freut sich Jehring. Immerhin wachsen diese Mostäpfel auf Deutschlands größter zusammenhängender Obst-Plantage auf rund 980 Hektar rund um Dodow, Wittenburg, Schwechow und Pritzier. Hinzu gekommen sind in Dodow und in Warlitz Neupflanzungen von rund 200 Hektar. Insgesamt planen die Dodower in diesem Jahr, rund 40 000 Tonnen Mostäpfel zu verarbeiten.

Äpfel von eigenen Plantagen und von den Aufkaufstellen

Die Rohware bekommt das Unternehmen von den eigenen Plantagen, von den elf Aufkaufstellen, die seit Montag geöffnet haben, und von anderen Unternehmen. Die individuelle Apfelernte verspricht in diesem Jahr recht gut zu werden, so dass der Verarbeiter aus diesen Quellen acht- bis zehntausend Tonnen Äpfel für die Saftproduktion erwartet. Aus der frischen Ernte wird jetzt Direktsaft hergestellt, der schon in den nächsten Tagen in den Regalen der Supermärkte in der Region und deutschlandweit zu finden sein wird. Um diese Produktion abzusichern, hat das Unternehmen kräftig in ein neues Tanklager mit einer Kapazität von 1,5 Millionen Litern investiert. Neben dem Direktsaft stellen die Dodower in diesem Jahr auch Konzentrat aus dem Apfelsaft her.

Um den Anforderungen bei der Produktion auch zukünftig gerecht zu werden, plant das Unternehmen eine neue Presserei auf dem Betriebsgelände. "Aus dem Dorf soll der Standort für diesen Bereich hinein ins Werk verlegt werden. Die Investition dafür wird zwischen 12 bis 15 Millionen Euro liegen. Das bringt dann in Dodow eine Entlastung für die Anwohner. Immerhin arbeiten wir in der Hochsaison sieben Tage durch, rund um die Uhr, bis in den November", macht Jehring deutlich.

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