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Wurst-Seminar in Waschow : In die Fußstapfen des Fleischers treten

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Wem der Anblick vor der Theke nicht genügt, kann jetzt bei einem Wurstseminar mit anpacken und den Alltag eines Fleischers aus allernächster Nähe erleben. Möglich ist das am 14. April auf dem Hof Schaalsee in Waschow.

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erstellt am 29.Mär.2012 | 10:29 Uhr

Waschow | Wem der Anblick vor der Theke nicht genügt, kann jetzt bei einem Wurstseminar aktiv mit anpacken und den Alltag eines Fleischers aus allernächster Nähe erleben. Sozusagen in dessen Fußstapfen treten. "Am Sonnabend, dem 14. April, ab 10 Uhr öffnen wir die Pforten unserer Hofschlachterei und laden Interessenten zu einem ganz besonderen Wurstseminar ein. Es dauert zwischen zwei bis drei Stunden. Dabei wollen wir besonders auch junge Leute ansprechen. Wir zeigen am Anfang die fachgerechte Zerlegung einer Schweinehälfte. Teile des frisch zerlegten Tieres können auch käuflich erworben werden. Dann beginnt für die Teilnehmer ein Festival der Sinne. Sie können ihrer Kreativität freien Lauf lassen", kündigt Marina Zieger an.

Denn schließlich geht es bei ihr auf dem gleichnamigen Hof regelrecht um die Wurst. Dazu erschaffen alle Besucher unter Anleitung und Hilfestellung der 51-Jährigen eigene Bratwürste, ganz nach ihrem Geschmack. Anschliessend würden die Meisterwerke bei einem Mittagessen verkostet. Da die Teilnehmerzahl für diesen kulinarischen Höhepunkt begrenzt sei, sollten sich die Hobby-Wurstwerker ihren Platz rechtzeitig sichern, rät die gebürtige Leipzigerin, die seit 1983 in Waschow lebt und arbeitet. Als Erinnerung an dieses Erlebnis könnten die Seminar-Besucher anschließend etwa zwei Kilo ihrer Eigenkreation mit nach Hause nehmen und somit auch Verwandte und Bekannte an diesem Tag teilhaben lassen.

Dabei gibt es in der Gruppe folgendes zu tun: Fleisch auslösen, herrichten, Gewürze und Salz abwiegen und traditionelle Maschinen wie den Fleischwolf und die historische Wurstspritze bedienen. Während die Teilnehmer selbst mischen, würzen und abfüllen, erhalten sie wichtige Informationen in der Zusatz-stoffkunde.

"Zum Abschluss darf jeder seine eigenen kreiierten Bratwürste in die Naturdärme einfüllen", erklärt die selbstständige Landwirtin weiter, deren Tochter Maxi Fleischermeisterin ist. Deshalb dürfe auf dem Hof auch mit einer EU-Zulassung geschlachtet werden. Seit 2003 werde auch ein kleiner Hofladen betrieben, wo Fleisch und Wurst aus eigener Produktion angeboten würden.

Parallel dazu gibt die Landwirtin Hintergrundinformationen zur Wurstherstellung und Antworten auf alle Fragen rund um Fleisch, Wurst und deren Produktion.

Der Hof Schaalsee hat sich auf die Zucht einer französischen Rinderrasse spezialisiert. Das Aubrac ist ein Fleischrind der Spitzenklasse. Die Tiere sind sehr robust und können ganzjährig im Freien gehalten werden. Durch viel Bewegung und naturbelassenes Futter ohne Zusatzstoffe entwickele sich, so Marina Zieger, hochwertiges Fleisch von bestem Geschmack. Es sei kurzfaserig, von hellem Aussehen und mit einem ausgewogenen Fettanteil ausgestattet.

Marina Zieger: "Unsere Schweine werden artgerecht gehalten. Ohne genmanipuliertes Futter wachsen sie zu gesunden Tieren mit bester Fleischqualität heran. Entscheidend für die Qualität unserer Produkte sind die guten Haltungsbedingungen auf dem Hof. Ohne Transporte und völlig stressfrei werden die Tiere direkt vor Ort geschlachtet." Ausschließlich in Handarbeit würden anschließend hochwertige Fleisch- und Wurstwaren hergestellt. "Wir verzichten auf Farbstoffe und künstliche Aromen. Unser junges Team verbindet traditionelle Verfahren und Rezepturen mit innovativem Wissen", betont die Wahl-Waschowerin weiter. Und meint damit ihre halbe Familie, die bereits im landwirtschaftlichen Unternehmen fleißig mitarbeitet.

Wer vorab schon einige Eindrücke vom ersten Wurstseminar bekommen möchte, dass im Februar stattgefunden hatte, sollte nicht die Sendung "Lust auf Norden" des NDR verpassen. Voraussichtlicher Sendetermin ist der morgige Freitag, der 30. März, um 18.15 Uhr auf N3.

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