zur Navigation springen
Hagenower Kreisblatt

14. Dezember 2017 | 17:58 Uhr

Hagenow : Immer ein Grund zu feiern

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Ausgelassene Stimmung beim Fastelabend der Hagenower Dörpschaft/Seit letztem Jahr wieder in Hagenow

svz.de von
erstellt am 07.Feb.2016 | 21:00 Uhr

„Wir haben immer einen Grund zum Feiern“, sang die Hagenower Dörpschaft am vergangenen Sonnabend am Eingang des „Mecki“ wie immer bestens gelaunt. Gleichzeitig begrüßten sie ihre überwiegend originell verkleideten Gäste ganz traditionell mit Schmalzstulle und Schnaps. Bereits seit Februar 1983 laden die sich der Erhaltung des Mecklenburger Liedgutes verschriebenen Dörpschaftsmitglieder zu ihrem Fastelabend ein. Nach ihren damaligen Anfängen im ehemaligen Hagenower Kulturhaus, mit weiteren Stationen im Kulturhaus der Bundeswehr oder der Otto-Ibs-Halle sowie ihrem jahrelangem karnevalistischen Treiben im Vielanker Brauhaus, kehrte der Folkloreverein im vergangenen Jahr viel umjubelt ins heimische Hagenow zurück.

„Unsere zahlreichen Anhänger und Unterstützer haben sich schon lange gewünscht, dass wir endlich wieder zu unseren Wurzeln zurückkehren. Dank Martin Giesenhagen haben wir mit dem „Mecki“ nun wieder einen Saal zur Verfügung, der unseren Ansprüchen genügt und ausreichend Platz für mehr als 180 Gäste bietet“, berichtete Lilo Schömer unmittelbar vor Beginn ihres mehr als zweistündigen Programmes.

„Jetzt geht’s los. Jubel, Trubel, Heiterkeit, es ist soweit“ schallte es am Sonnabend lautstark durch den Saal und die Hagenower ließen sich nach dem umjubelten Einmarsch der Darsteller als Traditionsfiguren aus Hagenow und Umgebung sowie der Tanzgarde nicht lange bitten und wurden sogleich vom Feuerwerk der guten Laune mitgerissen. Das aus Stimmungsliedern, Büttenreden oder Tanzeinlagen bestehende Programm probten die derzeit 15 aktiven Mitglieder der Hagenower Dörpschaft bereits seit Oktober des vergangenen Jahres. Doch im Gegensatz zu den zahlreichen Karnevalsvereinen der Region bestreitet die Dörpschaft um ihre rührige Chefin Lilo Schömer über das ganze Jahr verteilt ihr Folkloreprogramm, beispielsweise auf dem Hagenower Altstadtfest oder beim Brunnenfest auf dem heimischen Rathausplatz.

„Einzelne Programmelemente aus unserem Faschingsprogramm verwenden wir dann auch für unsere weiteren Auftritte“, berichtet Lilo Schömer, die seit Mai des Jahres 2000 der Folkloregruppe vorsteht und das kreative Herz des eingetragenen Vereines ist. So übernimmt die Musiklehrerin der Hagenower Europaschule das Umschreiben bekannter Texte sowie das Komponieren neuer Arrangements. Und wenn die Mutter zweier Söhne und dreifache Oma schon in wenigen Jahren den aktiven Schuldienst beendet, dann wird sie nicht nur mehr Zeit für ihren Mann Bodo haben, sondern sich auch weiterhin für ihre Hagenower Dörpschaft einbringen können.

Einige Sorgen bereitet der 63-Jährigen allerdings der fehlende Nachwuchs in ihrem Verein. „Es gibt an unseren Schulen genügend Jungen und Mädchen, die sich gerne in einer Kindertanzgruppe engagieren würden“, erzählt Schömer. Letztlich fehle es an einer geeigneten Trainerin, selbst Aufrufe in den sozialen Netzwerken führten zu keinem Erfolg.

Der Fastelabend am vergangenen Sonnabend ging erstmalig ohne den geliebten Dr. Isenbart, alias Peter Abramowski, über die Bühne, der im vergangenen Jahr leider viel zu früh verstarb. „Unser Abra war bei uns unter anderem immer für das Aufblasen der Luftballons zuständig. Deshalb war ich heute Morgen mit ein paar bunten Luftballons an seinem Grab, um ihm zu sagen, wie sehr er uns doch fehlt“, sagte Lilo Schömer gerührt, bevor sie zum „Einstimmen“ zu ihrer Dörpschaft enteilte.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen