Oldtimertreff in Hagenow : Immer älter und immer wertvoller

1 von 5

„Jawa-Opi“ Willfried Bahnemann traf beim Treffen in Hagenow wieder auf viele Gleichgesinnte / Organisatoren waren zufrieden

von
22. August 2016, 05:00 Uhr

„Jawa-Opi“ alias Willfried Bahnemann aus Ludwigslust hatte am vergangenen Sonnabend beim mittlerweile 15. Hagenower Oldtimertreffen viele Hände zu schütteln. Zum einen ist der 80-jährige Motorradverrückte seit vielen Jahren eine feste Größe beim Oldtimertreffen, zum anderen war Bahnemann erst tags zuvor mit seiner Jawa 350 von seiner 1000 Kilometer langen Norwegentour zurückgekehrt. „Auf dem Heimweg aus Skandinavien machte ich gestern noch einen Zwischenstopp in Hagenow, schließlich reisten gestern schon die ersten Freunde zum Oldtimertreffen an“, erzählt „Jawa-Opi“, dem man seine 80 Lebensjahre eigentlich nicht abnehmen kann, aber beim Blick auf den Personalausweis eines Besseren belehrt wird. „Er ist einer der härtesten Motorradfahrer, die ich jemals kennengelernt habe“, muss Franko Wolter aus Groß Krams unumwunden zugeben.

Bahnemanns Jawa war am Sonnabend nur eines von mehr als 600 historischen Fahrzeugen aller Art, die den Weg zum Oldtimertreffen auf dem Hagenower Festplatz fanden, das schon von jeher vom 36-köpfigen Oldtimerclub auf die Beine gestellt wird. Zudem boten mehr als 120 Händler ihre zum Teil viele Jahrzehnte alten Bauteile an, die zunehmend teurer und seltener werden. „Viele Oldtimerfreunde kommen schon seit vielen Jahren zu uns nach Hagenow und verbringen hier auf dem Festplatz das gesamte Wochenende. Nicht wenige schätzen vor allem die familiäre Atmosphäre und das außergewöhnliche Frühstück“, freut sich Clubchef und Unternehmer Maik Rühmling, der für seine Oldtimerfreunde am vergangenen Wochenende mehr als 400 Eier mit Speck und Zwiebeln in die Pfanne haute.

Bei Manuel Sennholz aus Wandlitz bei Berlin steht das Oldtimertreffen fest im Jahreskalender. „Ich erinnere mich noch genau an das erste Treffen vor nunmehr 14 Jahren mit lediglich etwa 20 Händlern und wenigen Oldtimerfreunden“, erzählt der 61-Jährige mit unverkennbarer Berliner Schnauze. In diesem Jahr reiste der Händler für Kleinteile zur Restauration von Oldtimern mit seinem historischen „Goliath“ aus dem Jahr 1932 an, mit dem er gewöhnlich in seiner Heimat Futtermittel ausliefert. „Seitdem ich meine Kunden mit meinem Oldtimer beliefere, benötige ich dafür etliche Stunden mehr als zuvor. Schließlich lädt mich vor allem das ältere Semester zum Kaffee ein, um mit mir über vergangene Zeiten und meinen Oldtimer zu plaudern“, so Sennholz.

Cheforganisator Maik Rühmling bedankt sich bei seinen Vereinsmitgliedern für den unermüdlichen Einsatz im Vorfeld des Oldtimertreffens und bei deren Ehefrauen, die auch in diesem Jahr für ein prall gefülltes Kuchenbuffet gesorgt haben.






zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen