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Durchfahrt verboten : Imker kann 15 Völker nicht erreichen

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Wolfgang Pientka versucht erst gar nicht, seinen Ärger zu verbergen. Er steht vor einem Durchfahrtsverbotsschild. Es versperrt die Zufahrt eines öffentlichen Weges zwischen Schwartow und Badekow.

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erstellt am 14.Aug.2012 | 09:29 Uhr

Schwartow | Wolfgang Pientka versucht erst gar nicht, seinen Ärger zu verbergen. Er steht vor einem Durchfahrtsverbotsschild. Es versperrt die Zufahrt eines öffentlichen Weges zwischen Schwartow und Badekow. Bislang konnte der Imker diesen nutzen, um seine 15 Völker auf einem Grünstreifen zu erreichen. Jetzt sind sie streng genommen von ihm abgeschnitten, schimpft er. Ein Blick genügt, um zu erahnen, dass in diesem Bereich schon lange keine Unterhaltungsmaßnahmen erfolgten. Herabhängende Zweige und wucherndes Unkraut lassen kaum noch eine befahrbare Strecke erkennen. Seit den starken Regenfällen Ende Juni hat sich ihr Zustand noch mehr verschlechtert. Wasser schoss herab und spülte große Löcher in die Erde. Mit einem Allradantrieb kommt ein Auto zumindest bei Trockenheit noch durch. Wenn jedoch ein tonnenschwerer Hänger gezogen werden muss, ist das ein Ding der Unmöglichkeit.

Für Wolfgang Pientka drängt die Zeit. Gerade jetzt brauchen die Bienen die pflegende Hand des Imkers. Er muss Futter heranschaffen und sie gegen Varroatose behandeln. Die regelmäßige und sorgfältige Behandlung der Bienenvölker gegen die Milbe ist eine Anordnung des Kreistierarztes, die hilft, die Verluste der Völker im Winter zu verringern. Seit rund vier Wochen spricht Wolfgang Pientka in der Stadtverwaltung vor. Er will ja keine asphaltierte Decke. Ihm geht es lediglich um die Ausbesserung bzw. eine Reparatur des arg mitgenommenen Weges. An seinem Rand liegt Sand zum Auffüllen der größten Löcher in greifbarer Nähe bereit. Doch niemand rückte bisher mit Radlader und Schaufel an. Der Imker machte wiederholt auf sein Problem aufmerksam. Die Stadt handelte, allerdings nicht so, wie er sich das vorgestellt hatte. Offensichtlich wählte da jemand für die Lösung eines Bürgeranliegens mit dem Aufstellen zwei entsprechender Hinweisschilder an beiden Enden des Weges die schnellste und kostengünstigste Methode…

Tag der offenen Tür in Imkerei

Wolfgang Pientka hofft, dass damit das Engagement nicht endet und bereitet sich mit seinem Team derweil auf Besucherandrang vor. Die können seine Imkerei am 19. August auf einer gut befahrbaren Straße zum Tag der offenen Tür erreichen. Ab 10 Uhr werden der Betrieb in der Galliner Chaussee vorgestellt und Fragen rund um den Honig und die Bienen beantwortet. Für einen kleinen Imbiss aus eigener Herstellung ist gesorgt.

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