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Hagenower Kreisblatt

20. Oktober 2017 | 00:03 Uhr

Boizenburg : Im Zentrum der Außenpolitik

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Bundes-Außenminister Frank Walter Steinmeier (SPD) gab gestern Till Backhaus in Boizenburg prominente Wahlkampfhilfe

von
erstellt am 29.Jul.2016 | 21:00 Uhr

Für einen Moment befand sich gestern die Elbestadt Boizenburg im Zentrum der deutschen Außenpolitik. Im Vorfeld der Landtagswahlen am 4. September erhielt nämlich Till Backhaus durch den Bundes-Außenminister Frank Walter Steinmeier prominente Wahlkampfhilfe.

Nach der Begrüßung im Rathaus und der Eintragung in das Goldene Buch der Stadt ging es für Gäste und Gastgeber zu Fuß durch die Königstraße in den Saal von „Stadt Boizenburg“ am Hafen. Dort hatten Till Backhaus und die SPD zu einer Veranstaltung zum Thema „Stürmische Zeiten: Deutschland im Spannungsfeld zwischen Russland, Europa und der Welt“ eingeladen. Unter den Gästen waren unter anderem SPD-Mitglieder vom Boizenburger Ortsverein, Bürger sowie ehrenamtliche Bürgermeister aus den umliegenden Gemeinden.

Er sei gerne hier an der Elbe, er kenne und schätze Till Backhaus seit vielen Jahren, er kenne und möge die Gegend, war auch schon privat mit Frau und Kind in Boizenburg, hob Steinmeier zu seinem Vortrag an. Die Sanktionen gegen Russland spielten darin genauso eine Rolle wie die Krisen in der Welt. Er mache sich in diesen Tagen Sorgen um den äußeren und den inneren Frieden, so Steinmeier. „Mit großer Sorge schaue ich auf eine Gefahr, auf ein Phänomen, das in diesen Tagen und Monaten offensichtlich wieder aufwacht, bei uns in Deutschland, anderswo in Europa auch, das ist das Ungeheuer des Nationalismus. Dieses Ungeheuer nährt sich nur aus einem Futter, aus Angst“, sagte er. Draußen vor der Tür verkünden indes NPD-Anhänger unter Beobachtung der Polizei ihre Parolen. Doch mit Angst Politik machen, mit den Ängsten der Menschen spielen, so Steinmeier weiter, sei der wahre Brandsatz in Europa.

„Diesen Brandsatz müssen wir gemeinsam in der Wahlkabine löschen“, so der Bundesminister. Der Galliner CDU-Bürgermeister Klaus-Dieter Müller hat sich als Gast der Veranstaltung und als Bürger von den Worten Steinmeiers angesprochen gefühlt. „Ich wollte hören, was der Außenminister zu sagen hat, und ich fand es interessant“, meinte Müller im SVZ-Gespräch.

„Ich fand es toll, wie der Außenminister Dinge rüber bringt, die wir nur aus der Presse kennen. Es hat mir sehr gut gefallen, einmal diesen anderen Blickwinkel kennenzulernen. Man muss eben das Große Ganze im Auge behalten und sich nicht über die kleinen Dinge heiß machen“, so Ulrich Stein, Bürgermeister der Gemeinde Vellahn, im SVZ-Gespräch nach der Veranstaltung.

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