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Hagenower Kreisblatt

21. November 2017 | 05:51 Uhr

Jasnitz : Im Wald bleibt es kreuzgefährlich

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Forstleute der Region raten weiterhin vor Spaziergängen unter Bäumen ab Schaden wird erst in Monaten aufgearbeitet sein

von
erstellt am 10.Nov.2017 | 20:45 Uhr

Im Wald bleibt es gefährlich. Die Forstleute raten im Moment  allen  davon ab, im Wald spazieren zu gehen. Die Lebensgefahr, die von umgeworfenen oder angebrochenen Bäumen und herabhängenden Ästen ausgehe, sei nicht zu unterschätzen.

Dieses einstimmige Urteil kommt aus den Forstämtern der Region. Auf SVZ-Nachfrage bestätigte gestern zum Beispiel Dr. Christof Darsow, der Leiter des Forstamtes Radelübbe, dass zwar die Hauptwege im Wald  frei sind, bei den Nebenwegen und  Gassen sieht es allerdings ganz anders aus. Das Amt in der Nähe von Hagenow hat nach den beiden Stürmen einen Schaden im Wald in Höhe von rund 15000 Festmetern zu verzeichnen.

Hauptwege geräumt, Gassen problematisch

„Es wird Monate dauern, bis wir alles aufgearbeitet haben“, sagte er im SVZ-Gespräch. Im Forstamt Schildfeld gibt es das gleiche Bild. Auch dort seien die Hauptwege bisher frei geräumt worden, aber Nebenwege und Gassen sollten lieber nicht betreten werden. Zu groß ist die Gefahr, die von umgeknickten Bäumen und losen Ästen ausgeht.

Die Situation im Forstamt Jasnitz stellt sich ähnlich dar, wie in den umliegenden Ämtern. Dort habe man nämlich nach den Worten von Hannes Koopmann, dem neuen Mann im Forstamt für die Öffentlichkeitsarbeit, nach dem Sturm „Xavier“ am 5. Oktober eine erste Schätzung der Schäden vorgenommen, die sich zuzüglich der Folgeschäden von Sturm „Herwart“ schließlich auf einen Schaden von rund 20000 Festmetern summiert hat. Die Bäume sind gebrochen oder liegen. Der Schaden beziehe sich, wie bei den anderen Forstämtern auch, auf alle Eigentumsformen, also den Privat-, den Kommunal- und den Staatswald.

Mehr Nadelbäume als Laubbäume betroffen„Das ist doch recht viel und beträgt mehr als die Hälfte des Jahreseinschlages des Forstamtes. Darunter sind  85 Prozent Nadelholz und 15 Prozent Laubholz. Bedauerlich  ist sehr, dass es  bei uns im Forstamt die großen und alten Eichen getroffen hat.  Der Boden ist durch den Regen aufgeweicht und die Kronen hatten noch Blätter. Da gab es gute Angriffsflächen für die beiden Stürme“, schätzt der Forstmitarbeiter ein. 

Die Aufarbeitung der Schäden hat deshalb Vorrang vor allen anderen Arbeiten.  „Wir sind jetzt dabei, die Wege zu sichern. Bis zu den Beständen im Wald sind wir noch nicht so richtig vorgedrungen“, sagt  Hannes Koopmann, der ebenfalls auf die Gefahren hinweist, die von umgeknickten Bäumen und losen Ästen ausgehen. „Besondere Obacht ist in jedem Fall gegeben, die Bäume sind jetzt besonders sturzgefährdet“, betont auch Volker Lüdtke, der Revierleiter von Jasnitz.  Sven Seifert ist der neue Förster für das Revier Kirch Jesar. „Wir haben im Moment so genannte autonome Arbeitsgruppen im Einsatz, die Revierübergreifend arbeiten. Der Schwerpunkt liegt dabei auch auf dem Freiräumen der Wege“, macht der Revierförster deutlich.

In seinem Revier im Bereich Kirch Jesar bestätigt sich das allgemeine Bild in den Forstämtern. Schwerpunktmäßig gab es dort Schäden vor allem an den Nord-West-Außenkanten des Waldes, weil der Sturm aus dieser Richtung die volle Angriffsfläche hatte.

 

 

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