zur Navigation springen

Alte Militärtechnik in Setzin : Im Tatra das Gelände erkunden

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Hunderte Besucher zog es zum 17. Treffen der Interessengemeinschaft „Alte Militärtechnik“ in Setzin / Rundfahrten waren gefragt

Dichte Staubwolken sowohl bei der Anreise als auch auf dem Gelände der Kiesgrube in Setzin und lediglich ein schlichtes Hinweisschild mit der Aufschrift „NVA-Treffen“ wies  hunderten Besuchern am vergangenen Sonnabend den Weg zum mittlerweile 17. Treffen der Interessengemeinschaft „Alte Militärtechnik“.

Eigentlich findet dieses Treffen schon von Beginn an am zweiten Maiwochenende statt. Doch  Cheforganisator Axel Rühmling war auf Grund der bevorstehenden Jugendweihen und Konfirmationen seiner vielen fleißigen Helfer gezwungen, das nicht nur unter den Freunden alter und historischer Militärtechnik beliebte Ereignis kurzerhand eine Woche vorzuverlegen.

Für Günter Elbing aus Tripkau, der  schon seit vielen Jahren mit seinem Tatra 813  Baujahr 1970 mit von der Partie ist,  war diese „Terminvorverlegung“ kein Problem . Dieses besonders für Laien beeindruckende und monströs wirkende Militärfahrzeug aus den Beständen der ehemaligen Nationalen Volksarmee, das eigentlich seiner Tochter Anne gehört, ist immer wieder auf Veranstaltungen dieser Art unter anderem in Tessin bei Boizenburg, Pütnitz oder Perleberg ein ganz besonderer Hingucker und gern gebuchtes Fahrzeug für Rundfahrten in unwegsamen Gelände. Auf seinem großen Grundstück mit benachbarter Scheune in Tripkau stehen aber mindestens noch ein halbes Dutzend weiterer historischer Fahrzeuge, die entweder bereits liebevoll restauriert wurden oder noch auf eine Verjüngungskur warten. So unter anderem eine Planierraupe T100M, die noch in diesem Jahr einsatzbereit sein soll.

„Auf meinem Hof sind noch Kapazitäten für weitere Militärtechnik vorhanden“, erzählt der gelernte Baumaschinenschlosser Günter Elbing schmunzelnd. Dabei ist sich der redselige ehemalige Grenzsoldat schon sehr bewusst, dass er mit seiner Ehefrau Lajana eine sehr tolerante Partnerin besitzt. Sie unterstützt dieses außergewöhnliche und platzintensive Hobby ohne Abstriche.

„Schon von Kindesbeinen an kann ich mich für Fahrzeugtechnik begeistern. Bereits mit zehn Lebensjahren half ich den Erwachsenen bei der ehemaligen LPG und fuhr gerne den Traktor, wenn auch auf Grund meines geringen Alters ohne die dafür notwendige Fahrerlaubnis, doch das war für uns Jungs eben immer ein großes Abenteuer“, berichtet Elbing, während er nach einer kurzen Mittagspause schon wieder seinen großen Tatra anlässt. Kein Wunder, denn die Schlange der Mutigen und Neugierigen, die eine Runde in der Kiesgrube drehen wollten, riß nicht ab. „Auch wenn viele Leute glauben, dass wir mit unserem Hobby die absoluten Spinner sind, bin ich doch sehr stolz darauf, dass der Zusammenhalt zwischen den Anhängern alter Militärtechnik ungebrochen ist und viele schöne Fahrzeuge durch uns erhalten bleiben sowie ein Stück Geschichte nicht den Bach heruntergeht“, ergänzt Günter Elbing. Bereits im Herbst diesen Jahres werden die Freunde alter Militärtechnik zu ihrem nächsten Treffen nach Tessin bei Boizenburg einladen und Günter Elbing wird natürlich mit von der Partie sein.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen