Hagenow : Im Oktober rollen die Bagger an

Stadt, Planer und anliegende Unternehmer beraten noch über mögliche Zufahrten. Fotos: nien/dihi
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Stadt, Planer und anliegende Unternehmer beraten noch über mögliche Zufahrten. Fotos: nien/dihi

Ausbau der maroden Eisenbahnerstraße wird vorbereitet

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09. August 2016, 20:45 Uhr

Nach jahrelangem Ringen soll jetzt die marode Eisenbahnerstraße in Hagenow ausgebaut werden. Schon im Oktober diesen Jahres rollen dort die ersten Bagger an, um Bäume entlang des etwa 470 Meter langen Abschnittes zwischen Busbahnhof und Tunnel zu fällen. Mehr als ein Jahr könnten dann die Bauarbeiten dauern.

Eine unruhige Zeit für die Gewerbeanlieger. Sie sorgen sich um ihre Zufahrten. Ein Jahr voll sperren? „Wie soll das funktionieren?“, fragt etwa Frank Facklam, Alba-Betriebsleiter. Auch die Verkehrsbetriebe hoffen auf einen Kompromiss für ihre Linienbusse, die die Verbindungsstraße passieren. Durch den parallelen Ausbau der L04 in Hagenow Heide müssen sie sich bald um zwei große Baustellen schlängeln. Drittes Sorgenkind: die Anliegerbeiträge. Das Vorhaben war deshalb bereits einmal gescheitert, weil mitunter über 100  000 Euro pro Betrieb fällig gewesen wären. Und diese Information hätte es laut Anlieger lediglich mittels Brief gegeben.

Jetzt lag ein neuer Förderantrag mit besseren Aussichten für die Anlieger beim Land. Sechs Jahre lang. Das Vorhaben „musste sehr gut begründet werden“, sagt Dirk Wiese, zuständiger Fachbereichsleiter in Hagenow. Jetzt sollen 75 Prozent Fördermittel fließen für den knapp 900  000 Euro teuren Bau. Vor zwei Jahren war noch von 1,1 Millionen Euro die Rede. Die konkrete Summe stehe aber erst nach den Ausschreibungen fest, sagt Dirk Wiese. Erst dann könne man auch mit den Anliegern über genaue Summen sprechen.

6,50 Meter breit soll die neue Fahrbahn werden. Straßenlampen und ein kombinierter Geh- und Radweg sind geplant. Diese Anbindung zum Bahnhof sei wichtig, betont Hagenows Bürgermeister Thomas Möller. Bisher gehen Fußgänger am Fahrbahnrand der viel befahrenen Straße. Es sei sogar die Fahrbahn mit der höchsten Lkw-Belastung in der Stadt, hieß es Anfang 2014 im Bauausschuss. Und sie sei für diesen Verkehr längst nicht mehr ausgelegt. Deshalb müsse dort auch schnellstmöglich etwas passieren.

Allein aufs Gelände von Jörg Rühmling fahren bis zu 100 Lkw pro Woche. Beim Nachbarn Alba rollen im Minutentakt Laster und Autos mit Anhängern auf den Hof. Eine alternative Zufahrt gibt es nicht. Wie Stadt und Planungsbüro das Problem während der Bauzeit lösen könnten, haben sie gestern zusammen mit Anliegern beraten.

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