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Suche nach der Ursache : Im Mahlbusen sterben die Fische

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Freitag Vormittag trafen sich fünf Männer am Schöpfwerk Timkenberg. Der Eindruck einer idyllischen Landschaft war trügerisch. Denn für diese Begegnung gab es einen unerfreulichen Grund. Der befand sich im Mahlbusen.

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erstellt am 12.Okt.2012 | 06:29 Uhr

Timkenberg | Gestern Vormittag trafen sich fünf Männer am Schöpfwerk Timkenberg. Der Eindruck einer idyllischen Landschaft, der sich auf den ersten Blick dem Betrachter hier in diesem sonnigen Moment des Herbstes förmlich aufdrängte, war trügerisch. Für diese Begegnung gab es einen weniger erfreulichen Grund. Der befand sich im Mahlbusen. In dem kleinen See, der für die Entwässerung der Landwirtschaft an der Sude da ist, schwammen tote Fische oder trieben apathisch, nach Luft schnappend an der Oberfläche. Alles war in allen Altersgruppen vertreten, vom Hecht über Karpfen und Barsche bis hin zum Plötz.

Am Donnerstagabend entdeckte der Petrijünger Bernd Kowal aus Neu Gülze das Fischsterben. Am Ort des Geschehens sah er nicht nur die leblosen Tiere, sondern auch einen leichten Ölfilm und Schaumbildung, es stank außerdem irgendwie nach Jauche. Der frühere Gewässerwart vom Sportanglerverein Boizenburg informierte umgehend die für solche Fälle zuständigen Behörden sowie den ehrenamtlichen Fischereiaufseher Frank Ahlers. Noch am gleichen Abend erstatteten Beamte der Schutzpolizei eine Anzeige wegen des Verdachts der Gewässerverunreinigung.

Am Vormittag danach begrüßte Frank Ahlers mit den Oberkommissaren Klaus Hinz und Jens Woldmann zwei Wasserschutzpolizisten sowie mit Norbert Doliff und Ingo Wappler zwei Mitarbeiter vom Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt (StALU) Westmecklenburg. Die Absprache unter der Gruppe erfolgte in knappen Worten. Die Fakten und Ansagen für ihr weiteres gemeinsames Vorgehen waren präzise und klar. Zur Ursache des Ganzen hielten sie sich bedeckt. Natürlich würde einiges darauf hindeuten, dass hier Gülle in das Gewässer zufällig geflossen oder mutwillig eingeleitet worden sei, hieß es auf Nachfrage gegenüber unserer Redaktion. Ansonsten sei es für nähere Details einfach noch zu früh. Gestern begann die Suche nach der Stelle, wo die Verunreinigung erfolgte sowie vor allem nach demjenigen, der diese strafbare Handlung ausübte. Doch auch das gelte es am Ende noch zweifelsfrei zu beweisen.

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