Dorfplatz Kirch Jesar : Im Haus von „Baba Jaga“

Das Hexenhaus scheint zu gefalllen. Ingo Schulz (r.) fragt noch einmal genau nach.
Das Hexenhaus scheint zu gefalllen. Ingo Schulz (r.) fragt noch einmal genau nach.

Neuer „Tummelplatz für die Kleinen“ in Kirch Jesar eingeweiht.

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23. Februar 2018, 08:00 Uhr

Er packte direkt selbst mit an. Und das musste Ingo Schulz, Bürgermeister von Kirch Jesar, wohl auch. Denn vor dem Bauzaun, der bis gestern das neue Spielhaus auf dem Dorfplatz abgesperrt hatte, standen eine Menge ungeduldige Kinder - nicht nur zur Eröffnung. „Die Kinder hummeln schon lange, und ich wurde schon des Öfteren gefragt, wann das Hexenhaus frei gegeben wird“, so Schulz bei der Übergabe. Er ließ es sich dann auch nicht nehmen beim Abbau des Metallzauns zu helfen, damit die Kleinen schnell das Hexenhaus erobern konnten.

Dabei ist die kleine Holzhütte zwar der Hingucker, aber bei weitem nicht das einzige Spielgerät, das mitten im Dorf aufgebaut wurde. „Die Zeit bis zur Fertigstellung des „Baba Jaga“-Hauses haben wir schon zur Gestaltung des Platzes genutzt“, so Schulz. So sei von einigen Vätern aus dem Dorf ein Kletter-Parcours aufgebaut worden. Die Firma MAL aus Sülstorf, deren Geschäftsführer Peter Lemke in Kirch Jesar wohnt, habe eine Schaukel gesponsort, und Familie Bohne-Winkel habe die Anpflanzungen unterstützt sowie Technik für die schweren Arbeiten zur Verfügung gestellt. „Dieser Platz ist also ein Werk vieler fleißiger Hände aus dem Ort.“ Nun solle er zur Verbesserung der sozialen Kontakte im Dorf beitragen und auch Ortsfremde zum Verweilen animieren.

Denn der Dorfplatz in Kirch Jesar ist Teil des Projekts „Hagenower Landpartie“, an dem sich insgesamt fünf Gemeinden beteiligen. Sie wollen Fahrradfahrern entlang des Radwegenetzes spezielle Erlebnispunkte bieten. Unterstützt werden sie dabei von der lokalen Leader-Aktionsgruppe Südwestmecklenburg. Diese hatte beispielsweise eine Förderung von 90 Prozent für den Spielplatz in Kirch Jesar herausgeholt. So blieben von den 50 000 Euro Kosten, nur 5000 Euro für die Gemeinde übrig. Der Rest stammt aus dem EU-Fördertopf für den ländlichen Raum.

Und es sei gut investiertes Geld, meint Hannelore Esslinger, Leiterin der Kita „Waldmäuse“ in Kirch Jesar: „Es war schon immer ein Wunsch hier etwas zu gestalten. Dieser Bürgermeister hat es nun endlich geschafft. Er hat sich sehr dafür eingesetzt.“

Sichtlich stolz auf das Hexenhaus ist auch Patrick Chiraux, Spielraumfachplaner der Firma Sik-Holzgestaltung, die die Hütte entworfen und gebaut hat. Er zeigt den Kindern noch ein weiteres Highlight: Mit ein paar Umdrehungen an einer Kurbel, ertönt Musik aus dem Häuschen. Noch zumindest, denn laut Bürgermeister Ingo Schulz, sollen dort schon bald Märchen zu hören sein.

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