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Hagenower Kreisblatt

17. Dezember 2017 | 07:22 Uhr

Redefin : Im Gestüt wird schon längst geprobt

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Am 10. September beginnen die diesjährigen Hengstparaden.Vorverkauf läuft bisher gut.Gäste aus Tschechien erwartet

von
erstellt am 30.Aug.2017 | 08:00 Uhr

Das untrüglichste Zeichen, dass sich der Sommer dem Ende neigt? Das Landgestüt steckt in der Endphase der umfangreichen Trainings- und Probenarbeit für den Saisonhöhepunkt: Die Hengstparaden. Drei davon gibt es auch in diesem Jahr, am 10. September geht es los. Und Gestütsleiterin Antje Kerber hat mit ihrem relativ kleinen Team die Aufgabe, den Spagat zwischen Bewährtem und Neuem zu finden. Denn das Publikum auf den Tribünen links und rechts des Paradeplatzes ist nicht nur sachkundig, sondern auch traditionsbewusst. So ist eine Parade ohne die Postkutsche nebst Trompeter, ohne den großen Mehrspänner und ohne die Lützower Jäger zum Abschluss undenkbar.

In den Status des Unverzichtbaren hat sich in den vergangen Jahren auch das Landespolizeiorchester gespielt, das bereits seit 2010 bei den Paraden dabei ist. „Ohne dieses Orchester wäre das nichts, das bekommen wir auch von den Zuschauern zu hören. Zumal dieses Orchester auch noch wirklich gut spielen kann. Wichtig sind jedoch die Proben, damit die Pferde sich an die Lautstärke gewöhnen können.“

Gut 11600 Besucher kamen im vergangenen Jahr zu den drei Paraden. Diese Größenordnung, so Kerber, peile man auch in diesem Jahr wieder an. Der Vorverkauf sei viel versprechend gelaufen. Der Vorverkauf für die ersten beiden Paraden liege bei 50 bis 60 Prozent, nur die dritte Veranstaltung am 24. September hinke in Sachen Kartenverkauf noch hinterher.

Nach den guten Erfahrungen im vergangenen Jahr hat das Gestüt im Landesbesitz seine Werbeaktion in einem Bergedorfer Einkaufszentrum wiederholt.  Regelmäßig wird beispielsweise anhand der Kennzeichen der geparkten Autos geguckt, woher die Besucher kommen. Im letzten Jahr wurde deutlich mehr Zuschauer aus dem Hamburger Raum registriert.

Seit dem 7. August laufen die Vorbereitungen und Übungseinheiten. Auch wenn die Bilder sich teilweise gleichen, so müssen sie doch jedes Jahr wieder auf Neue mit den  Pferden einstudiert werden.

Dazu kommen die Neuerungen, für die sorgen auch die Gäste aus befreundeten Gestüten. Bei der ersten Parade werden Abordnungen aus den tschechischen Staatsgestüten  Pisek und Tlumacov erwartet. Sie werden regionale Kaltblutrassen in Redefin vorstellen, in Formation und klassischer Anspannung. „Das ist echt ein tolles Bild“, schwärmte Gastgeberin Kerber schon im Vorhinein.

Die Kaltblüter werden auch bei den anderen Paraden eine besondere Stellung haben, schließlich stehen die einst als robuste Arbeitspferde weit verbreiteten Tiere auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten.

Mit „Louis“ und „Arvid“ hat Redefin da zwei Deckhengste als Rheinisch-deutsche Kaltblüter zu bieten. Doch nur wenige Pferdehalter entscheiden sich für diese Tiere. Und so wird auch die Kaltblutzucht Göhren-Lebbin, denen die beiden Hengste gehören, zusätzlich mit einer freilaufenden Herde mit von der Partie sein. Für die Kenner gibt es dann noch leichte Veränderungen, so wird die Springquadrille mit einer neuen Choreographie und beweglichen Hindernissen daher kommen.
 

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