Zarrentin : Ihm als Häscher entkommt keiner

Warten auf Neptun:  Marco Elger aus Zarrentin verstärkt seit zehn Jahren das Gefolge des Meeresgottes.
Warten auf Neptun: Marco Elger aus Zarrentin verstärkt seit zehn Jahren das Gefolge des Meeresgottes.

Marco Elger aus Zarrentin verstärkt seit zehn Jahren das Gefolge des Meeresgottes Neptun/Er würde gern mal Robbie Williams treffen

von
11. Juli 2014, 15:35 Uhr

Neptun und seinen finster dreinblickenden Häschern entkommt keiner. Selbst die flinkeste Landratte nicht. Dafür sorgt auch Marco Elger. Der 38-Jährige gehört mit zu der wilden Truppe der Häscher und Nixen, die jedes Jahr für den Wassergott das zeremonielle Gefolge verstärkt. Als gelernter Koch ist der gebürtige Zarrentiner aber nicht für den Tauftrunk verantwortlich, dessen Rezeptur ein streng gehütetes Geheimnis ist. Beruflich verdient sich der Vater zweier Söhne, neun und 12 Jahre alt, sein Geld als Lagerist bei einer Firma für medizintechnischen Bedarf in Gallin. Er ist dort auch seit längerem in der Personalvertretung tätig.

Zu den Häschern sei er durch einen Freund gekommen, der diesen Job schon seit über 20 Jahren mache, erinnert sich der junge Mann weiter. SVZ-Redakteur Thorsten Meier stellte ihm unter schattigen Apfel- und Kirschbäumen hinterm Haus die beliebten Fragen zum Wochenende. Und dessen bekennendes Lebensmotto lautet: „Wer nichts macht, hat auch nicht das Recht, zu meckern.“

Wo ist Ihr Lieblingsplatz in Zarrentin?

Ganz klar am Schaalsee. Oder auch am Kirchsee. Ich mag die Natur, besonders beim Angeln. Beispielsweise wenn ein Eisvogel dicht über das Wasser schwirrt. Diesen fliegenden Edelstein sieht man ja auch tatsächlich nicht jeden Tag.

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?

Mein Vater hatte früher mal einen Imbiss, da habe ich meine ersten zehn Mark verdient.

Und wofür haben Sie es ausgegeben?

Wahrscheinlich für irgendwelchen Süßkram. Den habe ich früher geliebt.

Was würden Sie als Bürgermeister sofort anders machen?

Ich würde weiterhin die Schulden der Stadt Zarrentin abbauen und dran bleiben, dass die Spielplätze erhalten und vernünftig instandgesetzt werden. Mit unserem neuen Bürgermeister sind wir, denke ich,auf einem guten Weg.

Wo findet man Sie am ehesten?

Wenn ich nicht arbeite, im Garten oder beim Angeln.

Was würden Sie gerne noch können?

Ich möchte gern Fremdsprachen wie Englisch oder Französisch können, aber das Talent ist mir leider nicht gegeben. Vielleicht bin ich auch einfach zu faul dafür. (grinst)

Was stört Sie an anderen?

Arroganz ist ganz schlimm. Und Gleichgültigkeit mag ich überhaupt nicht. Es gibt Menschen, denen ist alles egal. Die habe ich bisher nie wirklich verstanden.

Wer ist Ihr persönlicher Held?

Da wüßte ich jetzt keinen zu benennen. Jeder Mensch sollte sich Ziele setzen und seinen Prinzipien treu bleiben. Wir entwickeln uns doch alle im Laufe unseres Lebens zu Überlebenshelden im Alltag. Irgendwie.

Was bedeutet Ihnen Glück?

Wenn in der Beziehung alles rund ist und die Kinder auf einem guten Weg sind. Und natürlich wenn die ganze Familie gesund ist. Ich bin sehr glücklich.

Den kompletten Beitrag finden Sie im e-paper Programm unserer Zeitung und natürlich in der Printausgabe am Wochenende.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen