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Lindenplatz Hagenow : Ideen für den Lindenplatz gesucht

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Bäume austauschen, für den Verkehr öffnen oder Brunnen bauen: Die Stadt hat noch keine konkreten Vorstellungen für die Neugestaltung.

svz.de von
erstellt am 21.Aug.2017 | 05:00 Uhr

Es gibt zwar noch keinen Termin, die Stadt hat den Lindenplatz aber fest im Blick und möchte ihn neu gestalten. „Das ist definitiv vorgesehen“, hieß es dazu aus der Verwaltung. Und Bürgermeister Thomas Möller hatte zuletzt auch bei einer Einwohnerversammlung über das Vorhaben informiert. Die Planung sei mit der Grundlagenermittlung begonnen worden. Dazu habe man in Abstimmung mit dem Museum und dem Stadtchronisten Kuno Karls historische Unterlagen zusammengestellt.

„Wir haben schon einmal kurz über den Lindenplatz gesprochen“, meinte Karls dazu auf SVZ–Nachfrage. Der Stadtchronist könnte sicherlich reichlich Material dazu beisteuern, wie der Platz einmal ausgesehen hat – wenn die Stadt ihn nach historischem Vorbild gestalten lassen möchte. Klar ist das noch nicht. Denn auch die Bürger sollen mitentscheiden können, wie sie sich „ihren“ Lindenplatz künftig vorstellen.

Die Einwohner würden in die Gestaltung miteinbezogen, hieß es aus dem Rathaus. Dabei seien allerdings einige Rahmenbedingungen zu beachten, etwa der städtebauliche Rahmenplan, Aspekte des Denkmalschutzes oder die Folgekosten der künftigen Unterhaltung.

Und auch wie der Platz genutzt wird, falle bei der Planung ins Gewicht. So spiele er eine wichtige Rolle, unter anderem beim Altstadt- und Schützenfest, Weihnachtsmarkt und Tanz in den Mai. Blickt man allerdings ein paar Jahrzehnte zurück, hatte der Lindenplatz eine ganz andere Funktion. „Bis 1981 war der Breitscheidplatz, wie er zu DDR–Zeiten hieß, für den Durchgangsverkehr geöffnet. Von der Bahnhofstraße konnte man damals in die Schweriner bzw. Lange Straße fahren“, erzählt Kuno Karls. Eine Variante die manchem Autofahrer sicherlich auch heute gefallen würde – die Straßenführung ist jedenfalls noch erkennbar. Die Stadtverwaltung selbst möchte den Platz wohl aber nicht wieder für den Verkehr öffnen. Er soll nach wie vor verkehrsberuhigt bleiben, so Bürgermeister Möller auf der Einwohnerversammlung. Vorstellen könne er sich da schon eher Wasserspiele, die auf dem Lindenplatz integriert werden.

Vielleicht stehen diese Brunnen dann auch wieder unter Linden, wie es der Name des Platzes ja eigentlich vermuten lässt. „1911 wurden die Linden gefällt“, weiß Stadtchronist Kuno Karls. Heute steht nur noch eine einzige, daneben: sieben Ahornbäume.

Ob diese dort bleiben, hänge vom Baumgutachten ab, teilte Möller mit. Offenbar wird zurzeit geprüft, ob die Bäume ausgetauscht und somit Ahorne durch Linden ersetzt werden können. Das müsse dann auch mit der Unteren Naturschutzbehörde abgeklärt sein. Das Ergebnis der durchgeführten Baumuntersuchungen liege zwar schon vor, müsse jedoch noch ausgewertet werden.

Ob Ahorn oder Linde, Wasserspiele oder Durchgangsstraße, die Stadt möchte die Anwohner mit in die Neugestaltung des Platzes einbeziehen. Interessierte können sich deshalb zu einem Workshop am Freitag, den 6. Oktober, unter 03883–623119 oder e–mail: rathaus@hagenow.de anmelden. Anmeldeschluss ist der 15. September.

Und auch wir vom Hagenower Kreisblatt sind auf ihre Meinung gespannt. Haben Sie Ideen oder Anregungen für den Lindenplatz? Teilen sie es uns mit unter e–mail: hagenow@svz.de oder per Post an: Hagenower Kreisblatt, Redaktion, Schweriner Straße 1, 19230 Hagenow.

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