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Hagenower Kreisblatt

22. November 2017 | 03:00 Uhr

Hagenow : „Ich wollte mal Kapitän werden“

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Die Welt und ich - 70 Jahre Emmerlich: Event 3. November in Hagenow, so bunt wie sein Leben, musikalisch, heiter und nachdenklich

von
erstellt am 20.Okt.2017 | 12:00 Uhr

„Heimat ist dort, wo der Mensch alles, fast alles, das erste Mal getan, empfunden und erduldet hat. Es sind wie so oft die ganz kleinen Dinge, die bleiben, weil sie berührten.“ Der das sagt, in seiner Autobiographie „Ich wollte mich mal ausreden lassen“, heißt Gunther Emmerlich, ist Opernsänger und Entertainer zugleich. Er wurde vor 73 Jahren im thüringischen Eisenberg geboren, studierte zunächst an der Ingenieurschule für Bauwesen in Erfurt, ehe er nach fünfjährigem Studium 1972 die Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar in der Fachrichtung Operngesang absolvierte. Über ein halbes Jahrhundert steht er nun schon auf den Bühnen der Welt und hat nie ein Hehl daraus gemacht, dass er seinen Beruf liebt und das Publikum. Für den das Glas, trotz aller Widrigkeiten im Leben, immer halb voll ist.

Vieles aus seiner Karriere wurde wohl schon veröffentlicht, gesehen und gehört. Was jetzt noch fehlt, gibt es in seinem neuen Programm ,,Die Welt und ich – 70 Jahre Emmerlich“.

Die SVZ, das Hagenower Kreisblatt, hatte gestern exklusiv die Möglichkeit, dem unprätentiösen Entertainer und Sänger einige Fragen am Telefon zu stellen. Denn am Freitag, dem 3. November, wird er in Hagenow in der Sparkasse, Robert-Stock-Straße 5, um 20 Uhr gastieren. Dort können auch Karten für diese Veranstaltung erworben werden. In Ludwigslust (am Alexandrinenplatz) und Schwerin (am Marienplatz) sind die Karten (pro Person 25 Euro) ebenfalls erhältlich. Weitere Infos gibt es unter der Telefonnummer 0385/5511057.

Herr Emmerlich, was werden Sie uns denn nach Hagenow mitbringen?
lch setze mein kleines Leben ins Verhältnis zur großen, weiten Welt. Das Programm ist eine musikalische Zeitreise, pointiert, heiter, lakonisch mit witzigen Bezügen, Geschichten und Anekdoten zum eigenen Leben. Es wird aber auch Nachdenkliches geben. Das Leben ist ja schließlich kein ewiger Kindergeburtstag. Ich präsentiere auch eine große Auswahl verschiedenster Musikstile wie Evergreens - Swing - Rock and Roll - Musicalhits - Chansons. Hits der Monkees, der Beatles, von Bill Haley, Elvis Presley sowie aus „My fair Lady“, „Der Bettelstudent“ und ,,Anatevka“ - wunderbar begleitet von der Dresdner Michael-Fuchs-Band, das sind wirklich fünf exzellente Musiker. Nämlich Michael Fuchs für die Arrangements und am Piano; Ive Kanew am Saxophone und der Klarinette; Lars Kutschke an der Gitarre; Roger Goldberg am Bass und Volkmar Hoff am Schlagzeug.

Waren Sie schon mal in Hagenow?
Wenn ich ehrlich sein soll, nein. Ich bin bisher nur ein paar Mal durchgefahren. In Zarrentin am Schaalsee war ich schon mehrfach. Das hängt aber mit dem rührigen Kulturverein dort zusammen.

Sie stehen jetzt bereits seit über 50 Jahren auf der Bühne. Gastierten bisher in fast allen europäischen Ländern, Asien, Nord- und Südamerika, unter anderem in der Carnegie Hall in New York. Haben Sie es je bereut? Oder anders gefragt, hätten Sie auch gern beruflich was anderes gemacht?
Als ich noch ein Kind war, wollte ich unbedingt Kapitän werden. Ich bin ja Thüringer und wir sind ein Seefahrervolk. Aber dann ist mir die Musik dazwischen gekommen. Ich habe das Hobby zum Beruf gemacht, das habe ich aber auch nie bereut.

Werden Sie denn auch noch in Zarrentin vorbeischauen? Es soll ja dort etwas geben, dem Sie seit Jahren nicht widerstehen können.
Gunther Emmerlich lacht: Das könnte durchaus passieren. Sie meinen sicherlich dieses einmalig leckere und von mir heiß begehrte Mecklenburgische Sauerfleisch, das ich dort immer gern genieße. Das hat es mir wirklich angetan, ich habe auch schon mal ein Glas mit nach Hause bekommen.

Mit welchen Erwartungen kommen Sie am 3. November nach Hagenow?
Ich hoffe, hier auf ein offenes Publikum zu treffen, das mit mir zusammen auf eine wunderbare, musikalische Reise geht.

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