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Hagenower Kreisblatt

24. November 2017 | 17:57 Uhr

Hagenow : „Ich treffe jeden Tag Helden“

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Ines Senftleben lebt für ihre Arbeit beim Lebenshilfewerk / Als Fachbereichsleiterin trägt sie Verantwortung für die Werkstätten

von
erstellt am 23.Jan.2015 | 15:00 Uhr

Geht es um Menschen mit einem besonderen sozialen Engagement, fällt in Boizenburg, Hagenow oder anderen Orten in der Region immer wieder der Name Ines Senftleben.

Die 52-Jährige ist seit 2010 Fachbereichsleiterin Arbeit bei der Lebenshilfewerk Mölln-Hagenow gGmbH und zeichnet mittlerweile für 860 Berufsbildungs- und Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen in Werkstätten des Lebenshilfewerks in Mölln, Geesthacht, Ratzeburg, Schwarzenbek, Boizenburg, Hagenow und Kneese verantwortlich.

Eigentlich wollte die gebürtige Boizenburgerin Ärztin werden, studierte dann aber nach dem Abitur viereinhalb Jahre Logistik bis 1987 an der Fachhochschule für Verkehr in Dresden. Danach ging sie direkt nach Berlin und arbeitete dort bis zur Wende in einem Vergaser- und Filterwerk für Zweitakt-Fahrzeuge. Nachdem klar wurde, dass die Zeit für Trabi, Wartburg und Co. ablief, zog es die damals alleinerziehende Mutter von zwei Söhnen zurück in ihre Heimatstadt Boizenburg.

1990 fing sie nach einer erfolgreichen Bewerbung bei der Boizenburger Stadtverwaltung an, um in der Stadt eine Werkstatt für behinderte Menschen aufzubauen. Ines Senftleben nahm dafür Kontakte mit diversen sozialen Trägern in den alten Bundesländern auf, um Erfahrungen zu sammeln. Dadurch kam sie mit dem Lebenshilfewerk in Mölln ins Gespräch, das 1991 mit der Lebenshilfe Hagenow das Lebenshilfewerk in Hagenow gegründet hat. Das wurde ihr neuer Arbeitgeber. Dort arbeitete sie von der Pike auf, zuerst als Gruppenleiterin, ab 1994 dann als Leiterin der Hagenower Werkstätten.

Als Fachbereichsleiterin ist sie für die konzeptionelle Weiterentwicklung aller Werkstätten an den verschiedensten Standorten zuständig.

Ines Senftleben erarbeitet neue Projekte, erschließt neue Arbeitsfelder und sorgt als Vorgesetzte der Werkstattleiter dafür, die Ideen gemeinsam umzusetzen. Zudem ist sie in die Verhandlungen mit der öffentlichen Hand über die Finanzierung der Leistungen und deren Vergütung involviert.

Ziel der Werkstätten ist es, behinderten Menschen durch Teilhabe am Arbeitsleben den Zugang zum allgemeinen Arbeitsmarkt und angepasste Arbeit in den Werkstätten zu ermöglichen. Das geschieht in den Werkstätten unter anderem über Angebote der beruflichen Bildung und Qualifizierung.

SVZ-Redakteur Sven Moritz stellte Ines Senftleben die beliebten Fragen zum Wochenende.
Wie lautet Ihr Lebensmotto?
Mich für die Ziele und die Weiterentwicklung im Lebenshilfewerk ungeheuer einzusetzen.
Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Der Deich an der Elbe, beispielsweise im Ortsteil Gothmann. Da kann es auch stürmisch und kalt sein.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Nach dem Abitur als 18-Jährige für zwei Wochen Kinderbetreuung in einem Ferienlager in Pokrent.

Den kompletten Beitrag finden Sie im e-paper Programm unserer Zeitung und natürlich in der Printausgabe am Wochenende.


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