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Hagenow : Hunderte gedachten gemeinsam ihrer Toten

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Es ist eine Tradition und sie beeindruckt jedes Jahr aufs Neue. An jedem Totensonntag gibt es auf dem Hagenower Friedhof eine öffentliche Andacht, an der Hunderte teilnehmen.

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erstellt am 21.Nov.2011 | 12:45 Uhr

Hagenow | Es ist eine Tradition und sie beeindruckt jedes Jahr aufs Neue. An jedem Totensonntag gibt es auf dem Hagenower Friedhof eine öffentliche Andacht, an der Hunderte teilnehmen. So auch gestern, als sich gegen 14 Uhr geschätzte 300 Trauernde auf dem Friedhof versammelt hatten, um den Worten von Pastor Hans-Georg Meyer und der Musik des ökumenischen Posaunenchores zu lauschen. Meyer beschäftigte sich während der Andacht zum Ewigkeitssonntag vor allem mit dem "Danach", mit der Last des Todes und mit Vorstellungen über ein mögliches Leben danach. Während frühere Vorstellungen zu dem Thema heute oft als kitschig empfunden werden, sei man heute zu diesem Thema auffallend sprachlos und blass. Dabei sei völlig klar, dass es weitergehe und das man auch mit Blick auf die Verstorbenen eine Pflicht habe, das Leben zu gestalten.

Die Andacht bei auffällig mildem Wetter dauerte gut eine halbe Stunde und endete mit dem Verlesen aller Verstorbenen des vergangenen Kirchenjahres, die auf dem Hagenower Friedhof beerdigt wurden. Während in anderen Orten das Gedenken an die Toten oft Privatsache bleibt, kann Hagenow das auch Nichtchristen beeindruckende Erlebnis des gemeinsamen Gedenkens Hunderter Menschen bieten.

Auch ohne die Andacht hatte auf dem Hagenower Friedhof schon den ganzen Tag über sehr reger Besucherverkehr geherrscht, waren zuvor schon sehr viele Gräber von den Angehörigen hergerichtet worden.

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