Dreilützow : Hüsung für Pilger

Stefan Baerens, Leiter des Schullandheimes, bringt die Logos für die Pilgerwege an.
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Stefan Baerens, Leiter des Schullandheimes, bringt die Logos für die Pilgerwege an.

Im Schullandheim der Caritas gestern Pilgerherberge eingeweiht / Gruppe aus Schwerin macht sich auf den Jakobsweg nach Büchen

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12. Juni 2015, 07:00 Uhr

Dreilützow Wilhelm Reichel aus Güstrow ist ein erfahrenen Pilger. Mit weiteren  Wallfahrern, u.a. mit Gerhard,  Renate und Kersten, machte er sich gestern   gegen 10 Uhr in Dreilützow weiter  auf den Weg nach Zarrentin.  Die Jakobspilger befinden sich auf dem Weg der Heiligen Brigitta von Schweden, der von Schwerin durch Dreilützow weiter in Richtung Westen führt. Übernachtet habe alle Fünf  in der Unterkunft im Schloss Dreilützow. Das Caritas-Schullandheim bietet seit  gestern einfache Unterkünfte für Pilger an.

„Eine trockene Stube, Platz für eine Iso-Matte, Toilette und Waschbecken reichen aus“, sagt Stefan Baerens, der Leiter des Schullandheimes gestern im SVZ-Gespräch.  „Ja, zum Pilgern gehört die  Einfachheit. Wilhelm Reichel und seine Begleiter haben im Treibhaus geschlafen und damit dort die Pilgerherberge eingeweiht.  Sie hatten ihre Matten und Schlafsäcke mit. Für mich ist überdies das gesamte Schloss eine Pilgerherberge. Und wenn jemand im Bett schlafen will, ist das auch möglich“, sagt Stefan Baerens weiter.

Wilhelm Reichel ist der Regionalbeauftragte für MV der Deutschen  St. Jakobus-Gesellschaft (Gesellschaft fördert Wissenschaft und Religion). „Wir befinden uns  gerade auf dem Brigittaweg, sind in Schwerin gestartet, gehen jetzt nach Zarrentin, danach nach Gudow. Der Weg schließt ab in Roseburg bei Büchen. Dabei handelt es sich um die letzte Etappe des großen Weges von Sassnitz über die Via Baltica zur Via Scandinavia“, sagt der Güstrower.  Für ihn kommt beim Pilgern neben dem äußeren Weg vor allem der innere Weg hinzu, weil der Mensch, wenn er unterwegs ist, zu sich selbst finden könne.

Im Land gibt es  nach seinen Worten inzwischen ein Pilgernetz mit einer Länge von rund 980 Kilometern. Dabei handelt es sich um die Via Baltica sowie den Baltisch-Mitteldeutschen Weg. Neu ist der Brigittaweg, benannt nach der heiligen Brigitta von Schweden, der in Sassnitz beginnt und weiter über Laage, Güstrow, Schwerin, Dreilützow nach Zarrentin führt. 

„In Mecklenburg kann man fast von der Haustür aus  pilgern, weil man an vielen Stellen sich direkt auf den Weg machen kann“, sagt er und markiert an der kleinen Kapelle in Dreilützow den Brigittaweg mit einem blauen Aufkleber. Denn sicher werden hier in nächster Zeit weitere Pilger  entlang gehen.

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