Hagenow : Hort: Eltern kritisieren Konzept

Horterzieherin Sandra Malke sitzt gerade am Tresen. Sie hält fest, welches Kind in den Hort kommt und geht.   Fotos: nien
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Horterzieherin Sandra Malke sitzt gerade am Tresen. Sie hält fest, welches Kind in den Hort kommt und geht. Fotos: nien

Seit Schulbeginn offene Arbeit in Hagenower Kitas

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28. September 2015, 10:48 Uhr

Momentan ist alles ein „großes Abenteuer“ im Hort der Kita Regenbogenland in Hagenow. Für die Kinder, die Eltern, aber auch für die Erzieher, sagt Daniele Buseke, stellvertretende Leiterin des Hauses. Seit Schuljahresbeginn setzen sie und die Kita Matroschka die offene Hortarbeit um, wie es schon länger im Bildungskonzept des Kinderförderungsgesetzes (KiföG) vorgeschrieben sei, erklärt die zuständige Rathausmitarbeiterin Birgit Heimke. Doch das sorgt bei einigen Eltern für Unmut.

Yvonne Feistkorn überlegt schon, ob sie ihre Tochter zu Ende Oktober abmeldet. „Ich zahle 120 Euro dafür, dass mein Kind machen kann, was es will.“ Niemand schaue beispielsweise, ob sie ordentlich isst. Außerdem gefalle es der Kleinen auch nicht mehr. „Die Gemeinschaft in der Gruppe, der Zusammenhalt der Klasse fehlt. Alle sind verstreut.“ Früher hätten die Kinder erst alles erledigt. Jetzt setzt sich die Mutter abends um halb sechs mit ihrer Tochter an die Hausaufgaben.

Diese Kritik ist allerdings beim Elternrat nicht in dem Maße angekommen. „Es gab zwar einige kleine kritische Fragen“, sagt Susanne Ringel. „Aber vermutlich auch, weil es erstmal was neues war und noch nicht so richtig greifbar.“

Mehr als ein Jahr hat sich die Kita auf die offene Hortarbeit vorbereitet, sich dabei mit anderen Einrichtungen in Wittenburg oder Zarrentin ausgetauscht. Das Neue: Es gibt keine Gruppenräume mehr. Die Kinder können stattdessen frei entscheiden, welche der bis zu acht Funktionsräume sie nutzen, ob sie Hausaufgaben machen und wann, ob sie entspannen, lesen oder spielen wollen. „Es gibt trotzdem einen Fahrplan“, erklärt Daniele Buseke vom Hort. Die Kinder melden sich am Tresen an, essen Mittag und hängen dann ihr Namensschild an die Magnettafel neben dem Tresen. Für jeden Funktionsraum gibt es eine Spalte. Bevor es nach Hause geht, melden sie sich wieder ab.

„Sie sollen dadurch lernen, ihre Freizeit eigenständig zu gestalten“, erklärt Birgit Heimke den pädagogischen Ansatz. Trotz aller Freiheiten, „die Kinder haben immer eine Kontaktperson“, sagt Daniele Buseke. In der Regel sei für 22 Kinder ein Erzieher da. So sieht es der Betreuungsschlüssel vor.

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