Bienenzuchtzentrum Bantin : Honigmacher stellten ihre pummligen Helfer vor

<strong>Beim Schauschleudern</strong> und der anschließenden Honigverkostung  durfte von den Besuchern nach Herzenslust  genascht werden. <fotos>Thorsten Meier</fotos>
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Beim Schauschleudern und der anschließenden Honigverkostung durfte von den Besuchern nach Herzenslust genascht werden. Thorsten Meier

Honig hat Tradition. Und der Bienenfleiß kommt uns auch heute noch zugute. Das erfuhren am Sonnabend die zahlreichen Besucher im Bienenzuchtzentrum Bantin. Der Landesverband der Imker hatte zum Sommerfest eingeladen.

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09. Juli 2012, 10:21 Uhr

Bantin | Honig hat Tradition. Er diente schon unseren Vorfahren als wertvolle Nahrung, als kostbares Süßungsmittel und als geschätztes Hausmittel bei verschiedenen Erkrankungen. Der Bienenfleiß kommt uns aber auch heute noch zugute. Das erfuhren unter anderem am Sonnabend die zahlreichen Besucher im örtlichen Bienenzuchtzentrum. Der Landesverband der Imker Mecklenburg und Vorpommern e.V. hatte zum Sommerfest eingeladen. Im Bienengarten, traditionell bei einem Schlückchen Met, fand die Eröffnung statt. Einblicke in das Leben der Biene geben, über die Imkerei informieren sowie Wissenswertes über die Bestäubungsleitung der Biene und die Bienenzucht zu vermitteln, war dann auch das erklärte Ziel der Honigmacher. Dazu fanden Führungen durch das Zuchtzentrum, den Lehrgarten und die Honigabfüllung statt. Außerdem waren verschiedene Stationen eingerichtet, bei denen u.a. auch die Herstellung und Verarbeitung der verschiedenen Bienenprodukte angeschaut und verkostet werden konnte. Wer Lust verspürte, selbst mit dem Imkern zu beginnen, konnte sich viele Anregungen holen. In einem Vortrag vom Leiter des Zentrums, Dr. Winfried Dyrba, ging es um die Königinnenzucht. Der Experte informierte desweiteren über die Bekämpfung der Varroamilbe. Imker hatten ihrerseits die Möglichkeit, Bienenköniginnen zu erwerben. Beim Schauschleudern und der Honigverkostung mit Met und Bärenfang durfte nach Herzenslust genascht werden. Die Freunde herzhafter Speisen wurden mit überbackenem Schwein und Würstchen verwöhnt. Für die kleinen Besucher gab es Spiel, Spaß und einen Bienenmalwettbewerb.

Bienen und Blüten sind eine untrennbare Einheit

Bienen und Blüten sind eine untrennbare Einheit. Auch das erfuhren die Besucher des Sommerfestes. Jede Biene trägt bei ihren Ausflügen auch Blütenstaub von einer Pflanze zur anderen und sorgt damit in erheblichem Umfang zur Bestäubung. Die Honigbiene benötigt einerseits kohlehydrathaltigen Nektar als Nahrung für sich selber, andererseits Pollen als eiweißreiches Futter für ihre Brut. Das Angebot an Nektar und Pollen ist von Pflanze zu Pflanze verschieden.

"Es fehlt durchgängig die Tracht, beispielsweise der Klee. Das Pollenangebot ab Juli/August ist durch die Umstrukturierung der Landwirtschaft einfach zu gering", beklagt Torsten Ellmann, 1. Vorsitzender des Landesverbandes der Imker Mecklenburg und Vorpommern e. V., zu dem das Bienenzuchtzentrum gehört. Ellmann spricht im Namen der 1420 Imker im Land. Imker in ländlichen Regionen seien schlechter dran, als ihre Kollegen in Stadtnähe. Dort gäbe es wenigstens noch Gartenanlagen mit pollenspendenen Pflanzen. Im Durchschnitt besitze jeder Imker im Land etwa zehn Völker, berichtet Ellmann weiter. Das Durchschnittsalter der Imker läge bei etwa 70 Jahren. "Wir haben wie alle anderen Vereine natürlich auch Nachwuchssorgen, obwohl Imkerei dennoch kein aussterbendes Hobby ist, nur eben ein sehr zeitaufwändiges."

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