Kloster Zarrentin : Hobby-Kunst auf hohem Niveau

Hobby-Künstler unter sich: Ute Lienow, Rita Meutgens und Heike Ruedel. Sie gehören mit zu insgesamt 15 Ausstellern, die vom 1. bis 15. März im Kloster Bilder in Öl, Acryl, Pastellkreide, Mosaik- und Holzarbeiten sowie Keramiken zeigen wollen.
Hobby-Künstler unter sich: Ute Lienow, Rita Meutgens und Heike Ruedel. Sie gehören mit zu insgesamt 15 Ausstellern, die vom 1. bis 15. März im Kloster Bilder in Öl, Acryl, Pastellkreide, Mosaik- und Holzarbeiten sowie Keramiken zeigen wollen.

Vom 1. bis 15. März zeigen 15 Aussteller im Kloster Bilder in Öl, Acryl, Pastellkreide, sowie Mosaik- und Holzarbeiten.

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21. Februar 2018, 12:00 Uhr

„Ich wollte schon immer mit dem Malen beginnen. Doch bisher fehlte mir einfach die Zeit dafür“, verrät Heike Ruedel. Vor etwa einem halben Jahr hat sich die Zarrentinerin schließlich Pinsel, Farben und Palette gekauft und angefangen, die Welt so zu malen, wie sie sie sieht und empfindet. „Besonders haben es mir Landschaften angetan, ich mag frei gewählte Motive“, erklärt die 55-Jährige, der es gelungen ist, 14 weitere Hobby-Künstler aus Zarrentin, Valluhn, Stintenburger Hütte, Kölzin, Wittenburg, Boizenburg und Gallin für eine Ausstellung mit ins Boot zu holen. Die soll vom 1. bis 15. März im örtlichen Kloster gezeigt werden. Vornehmlich Bilder in Öl, Acryl, Pastellkreide, Mosaik- und Holzarbeiten sowie Keramiken. „Am Donnerstag, dem 1. März, soll um 16 Uhr die Eröffnung stattfinden, sie ist öffentlich“, betont die Zarrentinerin im SVZ-Gespräch.

Mosaikarbeiten sowie Bilder in Öl und mit Pastellkreide geschaffen, will Ute Lienow präsentieren. „Ich habe schon immer gern gemalt, bis mir ein unsensibler Professor an einer Kunsthochschule gesagt hat, meine Bilder wirkten auf ihn, als seien sie von einer 14-Jährigen gemalt. Damals war ich 24 Jahre alt und schließlich für Jahre blockiert“, erinnert sich die 66-Jährige. Vor zehn Jahren habe sie all ihren Mut zusammengenommen und wieder zu Pinsel und Palette gegriffen. „Ich hatte nachts im Fernsehen Malen mit Bob Ross gesehen und war fasziniert, was der Mann konnte. Da habe ich wieder Lust bekommen“, verrät die Gallinerin der Redaktion. Wenn sie heute an der Staffelei sitze, vergesse sie alles um sich herum. „Ich lebe für Stunden in einer eigenen Zeit, in der die Farben fließen können. Die Ideen müssen raus.“

Ähnlich ergeht es auch Rita Meutgens. Sie fertigt Keramiken und Skulpturen, besonders gern in der japanischen Raku-Technik. „Damit beschäftige ich mich schon seit 1989“, sagt die 54-Jährige, die in Stintenburger Hütte zu Hause ist. Dass man das Ergebnis nie vorausahnen könne, fasziniere sie ganz besonders bei der im 16. Jahrhundert in Japan erfundenen Keramik-Technik, die mittlerweile im Westen aber ihre eigenen Wege gehe.

Dass die geplante Schau in den altehrwürdigen Mauern des Klosters eine Premiere sein werde, erklärt Heike Ruedel, die leidenschaftlich die Werbetrommel gerührt habe, weiter im Gespräch.

„Unsere jüngste Ausstellerin ist sage und schreibe erst 14 Jahre alt, malt, näht, schreibt Gedichte und heißt Antonia Bischoff. Der älteste Teilnehmer ist Heinz Nizurawski aus Zarrentin. Der 82-Jährige wird im Kloster einige seiner Holzarbeiten ausstellen.“

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