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Hagenower Kreisblatt

17. Oktober 2017 | 06:04 Uhr

Historischer Tag am Hafen

vom

svz.de von
erstellt am 29.Dez.2011 | 08:55 Uhr

Boizenburg | Bei der Frage, welches Ereignis im Verlauf des zu Ende gehenden Jahres unter allen anderen herausragt, geraten viele Boizenburger ins Grübeln. Es ist ja schließlich eine Menge passiert und viel Wasser die Elbe heruntergeflossen. Letzteres und die Ziffern 691 lenken dann in der Regel als freundlicher Brückenschlag die Aufmerksamkeit auf den 23. Januar, der als historischer Tag in die Geschichte der Stadt eingegangen ist.

Einheimische und Gäste pilgerten in Scharen zum Hafen. Jene Hochwassertouristen, die genau im richtigen Augenblick am rechten Ort waren, konnten mit ihren Fotoapparaten ein Motiv fest halten, wie es noch nie zuvor möglich war. 691 Zentimeter stand kurz vor 12 Uhr auf der automatischen Anzeige, was Experten bezweifelten. Sie hat ein wenig übertrieben, hieß es vom Wasser- und Schifffahrtsamt Magdeburg, welches den endgültigen Pegelstand mit 689 Zentimeter beschrieb. Das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt legte noch einen Zentimeter drauf. So oder so, es war das höchste Hochwasser, das je, seit 1895, gemessen wurde. Und die Menschen flanierten staunend und trockenen Fußes an der Hafenmauer entlang, die sie vor der Flut schützte.

Kein Vergleich zum August 2002, wo Hunderte von Helfern Sandsäcke füllten und verbauten, damit kein Wasser in die Stadt läuft, wie es zu früheren Zeiten beinahe zur Normalität gehörte. Der Pegel zeigte 2002 an jenen kritischen Sommertagen übrigens 645 Zentimeter.

Die steigenden Wasserstände thematisierte Umweltminister Till Backhaus am Jahresende während seines Besuches in der Feuerwache "Adolf Hansen". Es ging um Verbuschung und einem Gehölzmanagement, um einen ordentlichen Wasserdurchlauf der Elbe gewährleisten zu können. Vor allem lag es dem Minister am Herzen, den freiwilligen Feuerwehrleuten für ihren unermüdlichen Einsatz zu danken, mit dem sie die Deichwachen absicherten.

Dieser Dank gilt verdientermaßen erfreulich vielen Boizenburgern, meinten Bürgervorsteherin Heidrun Dräger und Bürgermeister Harald Jäschke. Sie hätten mit ihrem Engagement in Vereinen, Verbänden und Institutionen maßgeblich mit dazu beigetragen, Boizenburg ein gutes Stück lebenswerter zu machen. Eine lange Liste von Aktivitäten bestätigt das. Die Palette ist breit gefächert und reicht, um nur wenige Beispiele zu nennen, vom Aktionstag, der eine rundum gelungene Premiere erlebte, über umfangreiche Betreuungs- und Freizeitangebote für Jung und Alt bis zu der Weltpremiere, die Fliesenfreunde und -sammler mit ihrer aktuellen Ausstellung feiern. Neu und ausbaufähig sind das Straßenfest, das in der Königstraße auf privater Initiative über die Bühne ging, wie auch die Bemühungen, den Speicher mit Leben zu erfüllen.

Stiftstraße, Stadthaus, Klärwerk gehören zu den fertig gestellten großen Baustellen. Die August-Bebel-Schule ist als solche fest geplant, wie auch die Bahnhofstraße, mit der sich die Hoffnung verbindet, die Altstadt vom dichten Fahrzeugstrom ein wenig zu entlasten. Dieses Problem nehmen die Boizenburger mit in das Jahr 2012.

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