Neuhaus : Hilfe über das Allernötigste hinaus

Rainer Ottliczky (vl.n.r.), Erika Levknecht, Astrid Ottliczky, Helga Fischer und Doris Graefe in einem der Räume, der künftig als Lager für Sachspenden dienen soll.
Rainer Ottliczky (vl.n.r.), Erika Levknecht, Astrid Ottliczky, Helga Fischer und Doris Graefe in einem der Räume, der künftig als Lager für Sachspenden dienen soll.

Astrid Ottliczky und Doris Graefe sind dabei, ein Netzwerk von „Mitmachern“ aufzubauen, um Asylsuchende in Neuhaus zu unterstützen

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11. Dezember 2014, 13:09 Uhr

Erika Levknecht und Helga Fischer haben sich die Schrubber gepackt und die beiden Räume in der ehemaligen Wäscherei, die vorher von den Mitarbeitern des Bauhofs leer geräumt worden waren, sauber gemacht. Nun soll noch geweißt werden, dann werden Regale aufgebaut (Spenden vom Baumarkt Hauel und der Holzmanufaktur Warnke) und dann können Spenden für die Asylsuchenden, die in Neuhaus wohnen, hier gelagert werden.

Astrid Ottliczky, Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde, und Doris Graefe sind dabei, ein Netzwerk zu knüpfen, um den Familien, die die Gemeinde zugewiesen bekommt, zu unterstützen. Astrid Ottliczky sucht jede neue Familie auf und hat bemerkt, dass sie zwar mit dem Nötigsten ausgestattet sind - dafür sorgt die Gemeinde - dass es aber an Manchem fehlt, dass das Leben wieder etwas leichter macht. So gibt es für die Kinder kein Spielzeug, Gardinen werden nur für eine Erdgeschosswohnung gestellt, im ersten Stock fehlen sie. „Wer Tisch- und Bettwäsche, Teppiche oder Läufer, Spielsachen oder kleine Staumöbel abzugeben hat, kann einen Zettel mit Namen und Telefonnummer in mein Fach im Rathaus legen. Ich rufe auf jeden Fall zurück und organisiere alles“, so Astrid Ottliczky. Außerdem hat die Gleichstellungsbeauftragte jeden Donnerstag in der Zeit von 9.30 Uhr bis 11.30 Uhr im Sitzungsraum in der ZOB-Scheune Sprechstunde. Hier lässt sich auch einiges regeln. Doch bei Sachspenden soll es nicht bleiben und hier kommt Doris Grafe, ehemalige Lehrerin ins Spiel. Sie bietet einmal in der Woche Deutschunterricht an und hat schon zweimal unterrichtet. „Die Familien aus dem Iran sind so sehr daran interessiert, Deutsch zu lernen und mit ihnen kann man sich auch in englischer Sprache unterhalten.“ Doris Graefe hatte ein Erlebnis, dass sie dazu gebracht hat, nachzufragen, wie die Aufnahme von Asylsuchenden in der Gemeinde passiert. Sie sei auf dem Weg nach Lüneburg gewesen und an der Fähre habe sie eine Familie mit vier kleinen Kindern gesehen, die offensichtlich aus Lüneburg kamen und sich dann zu Fuß auf nach Neuhaus machten.

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