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Hagenower Kreisblatt

17. November 2017 | 22:20 Uhr

Hilfe für Stiepelse und von Stiepelse

vom

svz.de von
erstellt am 28.Jun.2013 | 05:56 Uhr

Stiepelse | Am Ende des Tages waren 200 Meter Deich in Stiepelse geräumt, und durch die Hände der 14 Konfirmanden und sieben Betreuer waren 4000 Sandsäcke gegangen. Die Gruppe kam aus Bergkirchen am Steinhuder Meer und hatte sich mit dem Thema "Grenz erfahrung" auseinander gesetzt. Die Jungen und Mädchen wollten dann während einer Konfirmandenfreizeit auf der Elbe paddeln. Dann kam das Hochwasser dazwischen und man entschied sich, stattdessen die Wakenitz von Ratzeburg nach Lübeck zu befahren. Und es kam das Angebot, an der Elbe einen Tag zu helfen.

Pastor Hartmut Steinwachs kannte Stiepelse von einer Fahrradtour und fragte an. Hier wurde die Hilfe gerne angenommen. Denn sie ist außerdem noch mit einer Spendenaktion verbunden. Die Jugendlichen kümmerten sich um Sponsoren an ihrem Ort, die dann bereit waren, für jeden entfernten Sandsack einen Euro zu zahlen.

Familien aus Fischbeck Hilfe anbieten

Das Geld soll verwendet werden, um Menschen, die durch das Hochwasser sehr gelitten haben, zu helfen. "Wir sind wieder gut davon gekommen und haben uns überlegt, unsere Hilfe Familien in Fischbeck anzubieten", erläutert Klaus Karnatz aus Stiepelse. Die Idee ist, älteren Menschen, die bei den Aufräumarbeiten nicht mehr so anpacken können, einen Aufenthalt in Stiepelse zu ermöglichen. Vier Doppelzimmer in vier Familien stehen bereit. Außerdem können kleinere Kinder, die auch bei den anstehenden Arbeiten vielleicht mehr im Wege sind oder um die man sich während dieser Zeit nicht so intensiv kümmern kann, in ein Zeltlager nach Stiepelse zu kommen. "Wir haben Kontakt zur Kirchengemeinde in Fischbeck aufgenommen, und die suchen nun die Leute aus", so Karnatz. Die Kinder können von zwei Personen begleitet werden, man werde mit ihnen was unternehmen. Die Älteren können sich mit Dorfbewohnern im Dorfhaus treffen. Die Hilfe soll jetzt anlaufen und bis zum 1. September gehen. Das sei Nachbarschaft im besten Sinne, so Klaus Karnatz weiter, der noch weitere Sponsoren für die Aktion gewinnen konnte. Der John-Dowland-Chor aus Hamburg, der einmal im Jahr zu Proben nach Stiepelse kommt, sammelt Spenden, indem er nicht an seinem angestammten Probenraum probt, sondern an ganz verschieden Orten in der Stadt. Am Ende einer jeden Probe geht dann der Hut rum. Eintausend Euro seien auf disem Wege schon zusammen gekommen.

"Die Jugendlichen haben für ihre Arbeit von Anwohnern viel Lob bekommen und es hat ihnen Spaß gemacht, zu helfen", so Hartmut Steinwachs.

Nun ist man in Stiepelse gespannt, wer aus Fischbeck kommt, um sich hier von den Strapazen des Hochwassers zu erholen.

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