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Schützenswerte Mauern : Hilfe für eine Dorfkirche in Not

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Rühriger Förderverein engagiert sich mit der Gemeinde für den Erhalt des Gotteshauses

svz.de von
erstellt am 17.Aug.2014 | 18:01 Uhr

Kirchen sind Orte der Ruhe und Begegnung zugleich. Die Menschen besuchen sie, um einen Moment innezuhalten, ihre Taufe und ihre Konfirmation zu feiern, sich einander vor Gott ewige Treue zu geloben und ihre Toten zu betrauern. Andere erkennen in den sakralen Bauten markante Blickfänge, die das Bild ihrer Stadt oder auch Gemeinde maßgeblich mit prägen.

In Zahrensdorf ist das ganz genauso. Erfreulich viele Bewohner identifizieren sich mit der Kirche, sagte Angret Haase vor sehr vielen Besuchern. Sie ist die Vorsitzende von einer Gemeinschaft Gleichgesinnter, die sich auf ihre Fahnen geschrieben hat, den weiteren Verfall der Feldsteinkirche zu stoppen und sie nach und nach wieder in den Originalzustand zu bringen. Um Spenden sammeln, Fördermitteln beschaffen und Veranstaltungen organisieren zu können, gründeten 13 Personen am 2. November 2004 einen Förderverein.

Die 13 sei in diesem Fall, wie Angret Haase stolz betonte, eine Glückszahl gewesen. Sie erinnerte an Siegfried Reiter. Der war lange Jahre Pastor in Zahrensdorf. Die Kirche verdanke, so die Vereinsvorsitzende weiter, vor allem seiner Beharrlichkeit und Zielstrebigkeit sowie ihrer Lage unmittelbar neben der ehemaligen Fernverkehrsstraße, dass Handwerker schon zu DDR-Zeiten an ihr arbeiteten. Die Nutzer der früheren Transitstrecke sollten aus und in Richtung Westen keine Kirche sehen, die verfällt. Dennoch ist sie in Not. Der Zahn der Zeit hat an ihr genagt und deutliche Spuren hinterlassen.

Der Förderverein versucht, zu helfen, wo es geht. Es gibt eine lange Liste der Vorhaben, einige von ihnen sind Dank tatkräftiger Hilfe aus der Region erfüllt. So kann beispielsweise das vom Putz befreite Mauerwerk wieder atmen. Die Gefahr des Schwamms ist beseitigt. Und die Besucher zeigten sich sichtlich beeindruckt, von der Kirche im allgemeinen und dem Engagement des Fördervereins im speziellen. Bei den Gäste handelte es sich um Kirchenbauinteressierte.

Mehr als 120 begrüßten Reiner Führ, Kirchenältester aus Neu Gülze und Angret Haase. Zahrensdorf war die zweite Station einer Reise, die am einmal im Jahr stattfindenden Tag der Fördervereine und Spender von Vellahn nach Lauenburg führte.

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