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Hagenower Kreisblatt

21. August 2017 | 10:17 Uhr

Probst Jesar : Hier zählt jede Sekunde

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

40 Teilnehmer beim DRK-Kreisverbandswettbewerb kämpfen im Waldbad Probst Jesar um den Sieg

Jede Sekunde zählt bei den Rettungsschwimmern. Das gilt nicht nur im Ernstfall. Auch bei den sportlichen Wettkämpfen der DRK Wasserwacht müssen die Starter ihr Bestes geben. Am Sonnabend konnten rund 40 Jungen und Mädchen an sieben Stationen im Waldbad Probst Jesar zeigen, was sie drauf haben, zum zehnten Kreisverbandswettbewerb.

Für Lea und Mimi war es der dritte Wettkampf in diesem Jahr. Die beiden 14-jährigen Mädchen aus Grabow trainieren einmal wöchentlich mit ihrer Gruppe im Waldbad. Gleich müssen sie zum Ersten-Hilfe-Praxistest. „Nach einem Unfall muss Jan geholfen werden. Er ist abwesend, steht unter Schock“, erklärt Christopher Schneider die Prüfungssituation. Jetzt kommt es auf jeden Handgriff an. Für Lea und Mimi heißt das, sie müssen die Schocklage und die Herz-Lungen-Wiederbelebung durchführen. Geübt haben sie es schon oft, sagt Mimi. „Ich finde es gut , auch für das spätere Leben, dass man Menschen helfen kann“, so die 14-Jährige. Sie könne sich vorstellen, später in den Sommerferien und der Freizeit als Rettungsschwimmerin zu arbeiten.

Leider gebe es derzeit viel zu wenig Jugendliche, die sich zum Rettungsschwimmer ausbilden lassen. „Wir versuchen unter anderem durch die Wettkämpfe, Kinder und Jugendliche zu begeistern“, erzählt Andreas Skuthan vom DRK-Kreisverband Ludwigslust. Der Bedarf an Rettungsschwimmern in Bädern, an Badestellen und an der Ostsee sei sehr hoch. Das Problem vor allem im ländlichen Raum sei aber, dass Jugendliche ab 18 Jahren wegziehen, eine Ausbildung oder ein Studium in einer anderen Stadt beginnen und als vollwertige Rettungsschwimmer nicht mehr zur Verfügung stehen. „Deshalb müssen wir schon bei den Kleinen anfangen.“

Auch die Jüngsten mussten beim Wettkampf in Probst Jesar zeigen, was sie schon alles gelernt haben. Bei der kombinierten Übung präsentierten sie Elemente aus der deutschen Rettungsschwimmerprüfung. Neben Schwimmen und Tauchen müssen die Acht- bis Zehnjährigen eine Rettungssituation simulieren, das Schleppen eines Partners. „In dieser Altersklasse trainieren wir die Übungen immer wieder in der Woche, damit sie mit 14 Jahren fit sind für das Abzeichen“, erzählt Thomas Krause von der Wasserwacht aus Hagenow. Andere Stationen waren 200 Meter Brustschwimmen, den Transport einer Person im Wasser, Streckentauchen und der Rettungsballwurf.

Lea und Mimi haben es für diesen Tag fast geschafft. Nur ins Wasser müssen sie noch einmal zum Schwimmen. Das kostet noch einmal Überwindung, bei einer Wassertemperatur von gerade mal 22 Grad Celsius.

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erstellt am 18.Jul.2016 | 05:00 Uhr

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