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Endlos Trecker fahren : Hier toben sich Treckerfahrer so richtig aus

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Zum Spaßpflügen in Tessin sammelten sich am Sonnabend mehr als 40 Fahrer aus der Region. Privatparty des dortigen Treck Teams wird von Jahr zu Jahr beliebter

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erstellt am 28.Aug.2017 | 12:00 Uhr

Es gibt es noch, das einfache, wahre Landleben, der Feldtag in Tessin steht dafür. Denn hier können sich einen ganzen Tag lang Männer mit ihren privaten Landmaschinen einfach mal ausprobieren. Trecker fahren und pflügen bis zum Abwinken. Es gibt keinen Wettbewerbsstress, niemand gewinnt einen Pokal, die Teilnahme ist umsonst, und ein kostenloses Frühstück für die Fahrer gibt es auch noch. Willkommen in Tessin bei Treck Team. „Wir wollten vor Jahren einmal etwas anderes machen als immer nur Trecker Treck. Das machen ja inzwischen viele“, erinnert sich Thomas Antpöhler, der Sprecher des Teams. Und so kamen vor Jahren ein paar aus dem Dorf, zu denen auch Andreas Löhmann und Georg Kammlodt gehören, auf die Idee, einfach einen Probiertag für jedermann mit Traktor und Pflug zu veranstalten. Formaler Anlass für die erste Party war der Geburtstag von Mathias Harth, den alle nur „Hacki“ nennen. Und seitdem firmiert die private Veranstaltung eben unter Geburtstagsfeier „Hacki“.

Für Insider reicht das völlig, von Jahr kamen mehr Treckerfahrer, um den Acker einfach mal „schwarz zu machen“. Am vergangenen Sonnabend waren es nach Schätzungen der Tessiner mehr als 40 Treckerfahrer aus Ziggelmark, Boddin, Bestenrade, Bobzin oder Neuhof, die nach Herzenslust pflügten. Die meisten von ihnen betreiben gar keine Landwirtschaft, haben ihren Traktor oder gleich mehrere nur aus Spaß und wollen auf dem Acker testen, was ihr Schmuckstück denn so kann.

Alle gehen mit großem Eifer und Disziplin an die Sache heran. Teilnehmer Helmut Hensen aus Ziggelmark: „Das ist hier ein Oldtimertreffen mit einem aktiven Teil, ohne Hektik und extrem beliebt.“

Es gibt zwar ein paar Regeln, so ist das zu beackernde Feld (etwa 8 Hektar groß) eingegrenzt, auch Wege dürfen nicht umgepflügt werden. Aber sonst? „Es soll Spaß machen und unkompliziert sein. So, wie wir es mögen“, so Antpöhler. Das Team besteht inzwischen aus 14 Leuten, und die hatten am Sonnabend bei laufendem Andrang alle gut zu tun. Viel brachten ihre Kinder mit, für die gab es u. a. eine Hüpfburg, gespendet von einem Nachbarn. Der Acker ist privat, der Landwirt weiß Bescheid, es gibt viel Hilfe aus dem Ort. Die meisten kennen sich auch noch von der Feuerwehr, der Zusammenhalt ist groß. Und so tuckerten den ganzen Tag Dutzende von Traktoren allen Alters und aller Größen über das Feld. Überall wurde gefachsimpelt, half man sich und war stolz, auf die Spur, die man gerade gezogen hatte. Und die Treckerfahrer blieben nicht unter sich, es gab viele Gäste, meist aus den Familien, die sich das Treiben der Männer vom Lande mit ansahen. Das Wetter war extrem günstig, denn bei Regen hat dieser Acker mit seinem lehmhaltigen Boden so seine Tücken. Am Ende gab es noch ein paar Gags. z. B. ein Gewinnspiel mit einem Schwein als Preis. Selbiges hatte das Trecker Team Tessin auch noch: Als später das Bier knapp wurde konnte Faßbier dank der Notnummer des Konsum nachgeordert werden.

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