zur Navigation springen

Die Fragen zum Wochenende : Herr über die Bienenvölker

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Manfred Bork aus Parum steht seit sieben Jahren dem Imkerverein Wittenburg und Umgebung e. V. vor

von
erstellt am 25.Feb.2017 | 11:53 Uhr

An seine schmerzhafte Feuertaufe als Imker kann sich Manfred Bork noch allzu gut erinnern. Das sei 1986 gewesen, initiiert vom Schwiegervater. „Ich wurde von etlichen Bienen zerstochen. Das war eine schmerzhafte Erfahrung, aber sehr wichtig für mich. Heute bin ich meinem Schwiegervater dankbar für alles, was er mir damals in der Stellmacherei, wo ich meinen Meister machte, und der Imkerei beigebracht hat. Ich habe wirklich sehr viel von ihm gelernt.“

Die stachligen Gesellen haben den gebürtigen Wendorfer, der seit 1982 in Parum lebt, nie wieder losgelassen. Vor 30 Jahren habe er zum Geburtstag seine ersten beiden Völker geschenkt bekommen, erinnert sich Manfred Bork, der seit 2010 dem Imkerverein Wittenburg und Umgebung e. V. vorsteht. Den gibt es bereits seit 1910. In ihm fühlen sich momentan 61 Mitglieder wohl. Heute ist der Parumer Herr und Gebieter über 42 Völker. Jedes Volk beherbergt zwischen 40 000 und 60 000 Bienen. Es sei die Ruhe, die das Imkern für ihn so faszinierend mache. „Ich bekomme den Kopf frei, entspanne mich“, gesteht der Imker, der auf Akazienhonig schwört.

SVZ-Redakteur Thorsten Meier beantwortet der 59-Jährige die beliebten Fragen zum Wochenende. In der heimischen Küche, bei Kaffee türkisch, während es vor dem Fenster Strippen regnet.

Wie lautet Ihr Lebensmotto?
Denke immer positiv und lerne aus deinen Fehlern.Sie sind oft die besten Lehrmeister.
Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Ich habe mehrere. Bei den Bienen am Haus und im Umkreis oder Zuhause bei meiner Familie.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Im Rohrleitungstiefbau als Installateur.
Und wofür haben Sie es ausgegeben?
Ich habe mir eine Musikanlage gekauft und für ein Moped gespart. Ich wollte damals einen Star, bekommen habe ich schließlich eine Schwalbe. Man musste damals in der DDR eben nehmen, was es gab, wegen der Lieferengpässe. (schmunzelt)
Wo findet man Sie am ehesten?
In der Werkstatt, auf dem Sportplatz und im Imkerverein.

Welches Buch lesen Sie denn gerade?

Zum Bücherlesen komme ich kaum. Da fallen mir abends meist die Augen zu. Aber ich lese gern Fachliteratur über Imkerei und Fußball.
Was stört Sie an anderen?
Bequemlichkeit finde ich schrecklich. Ebenso Menschen, die sich hängen lassen. Das Leben schuldet niemandem etwas, man muss sich schon kümmern.
Wer ist Ihr persönlicher Held?
Ich habe keinen. Es gibt aber Leute, bei denen ich gerne mit den Augen klaue, um zu lernen, was sie schon können. Das ist ja auch gestattet.
Was würden Sie gern noch können?
Gelassener zu sein, wenn das Leben einem wieder einmal seine Prüfungen auferlegt.
Was bedeutet Ihnen persönliches Glück?
Gesund zu sein. Ohne Gesundheit ist alles andere nichts. Das sehe ich ringsherum in meinem Lebensumfeld. Und dass die Kinder und Schwiegerkinder weiterhin ihr Auskommen haben.

Den kompletten Beitrag finden Sie im e-paper Programm unserer Zeitung und natürlich in der Printausgabe am Sonnabend.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen