Wittenburg : Herausfinden, wo Schuh drückt

Wittenburgs Bürgermeisterin Dr. Margret Seemann und ihr Experte für’s  Finanzielle, André Bernowitz,  sind mit Recht stolz über die finanzielle Ausrichtung des Stadthaushaltes.
Wittenburgs Bürgermeisterin Dr. Margret Seemann und ihr Experte für’s Finanzielle, André Bernowitz, sind mit Recht stolz über die finanzielle Ausrichtung des Stadthaushaltes.

Wittenburgs Kommune und Schweriner IHK initiieren gemeinsam Wirtschaftsforum und wollen kleinen wie großen Firmen Hilfen anbieten

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31. Juli 2014, 17:53 Uhr

„Wirtschaftsförderung habe ich zur Chefsache erklärt“, sagt Wittenburgs Bürgermeisterin Dr. Margret Seemann und kündigt im SVZ-Gespräch eine Projektveranstaltung an, die es in dieser Dimension so noch nicht gegeben habe.

„Wir wollen am Montag, dem 10. November, von voraussichtlich 18 bis 20 Uhr, im Rathaus ein Wirtschaftsforum anbieten. Teilnehmer werden unter anderem die Industrie- und Handelskammer zu Schwerin, Gewerbetreibende, Handwerker, Unternehmen, das Bankgewerbe, die Versicherungswirtschaft, öffentliche Verwaltung sowie Vertretungskörperschaften aus Wittenburg und Umgebung sein“, erklärt die Stadtobere weiter. Und betont: „Es geht in erster Linie darum, herauszufinden, wo der Schuh drückt. Wo Hilfen gewünscht werden und wie man sie ansetzen kann.“ Des Weiteren solle aber auch das Dienstleistungsspektrum der Teilnehmer, die eigens schriftliche Einladungen erhalten würden, vorgestellt werden. Dabei liege der Fokus nicht nur bei großen Kapital- und Personengesellschaften, sondern gerade auch bei Einzelunternehmen und dem ortsansässigen Handwerk. Außerdem sei die Frage zu klären, wie man die Unternehmen in der Region besser vernetzt bekomme.

„Jedes Unternehmen braucht eigentlich Hilfe, um am Markt zu bestehen. Wenn wir herausbekommen, was den Firmen vorschwebt, können wir dementsprechend bei den Haushaltsberatungen der Stadtvertretung auch reagieren“, erklärt André Bernowitz als Leiter der Finanzen bei der Stadt Wittenburg. Der bestehende Wirtschaftsstandort solle sich langfristig stabilisieren und wenn möglich, sukzessive erweitert werden.

„In der Sache versucht die Stadtverwaltung in Zusammenarbeit mit allen Akteuren die Rahmenbedingungen so zu setzen und mitzugestalten, dass die Menschen auch weiterhin hier in Wittenburg ihren Lebensmittelpunkt finden und beibehalten.“ Das beträfe Wohn-, Arbeits-, Bildungs-, Betreuungs-, Umwelt- und Infrastrukturfaktoren sowie Investitions-, Arbeitsmarkt- und Technologieförderung ebenso wie Grundabgaben, Gewerbesteuer, Wasser- und Abwasserkosten, Lärmschutz, Internet und Straßen, um nur einiges zu nennen.


Haushaltssatzung vollständig genehmigt

Dann berichten Bernowitz und Seemann gemeinsam darüber, dass der Landkreis am 24. Juli endlich die im Dezember 2013 verabschiedete Haushaltssatzung vollständig genehmigt hätte. „Das ist eine positive Sache, über die wir uns sehr freuen“, gesteht die Bürgermeisterin. Das Haushaltsvolumen umfasse rund 13,5 Millionen Euro. „Besonders anzumerken ist, dass die Stadt die dauernde finanzielle Leistungsfähigkeit des Finanzplanungszeitraumes bis 2017 mittelfristig aus eigener Kraft gewährleisten kann.“ Wenngleich es von Jahr zu Jahr schwieriger werde, erhebliche Investitionsprojekte selbstständig ohne eine Investitionsförderung Dritter zu realisieren.

Wie sich das bei der Sanierung der Erdholländermühle verhält, lesen Sie in der Freitagsausgabe des Hagenower Kreisblattes oder im Epaper.

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