Ostalgietour um die Ex-DDR : Heil zurück nach 2102 Kilometern

Gruppenbild mit entsprechender Technik vor der Augustusburg, in der ja auch ein Motorradmuseum zu finden ist.
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Gruppenbild mit entsprechender Technik vor der Augustusburg, in der ja auch ein Motorradmuseum zu finden ist.

Zweirad-Nostalgiker aus der Region umrundeten mit ihrer Technik DDR ohne Zwischenfälle und voller Erlebnisse

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29. Juni 2016, 05:00 Uhr

Am Ende waren sie dann doch froh, wieder im heimischen Lübtheen einrollen zu können, die Jungs und Männer, die sich mit ihren Zweirädern aus DDR-Zeiten auf eine ganz  besondere Spurensuche durch ihre alte Heimat gemacht hatten. Es wurde ein ganze besondere Ostalgie-Tour. Es begann mit Gänsehautstimmung, weil die Jungs von gut 70 Leuten verabschiedet wurden und es endete auch so, denn die harten Jungs auf ihren Simsons und MZ wurden auch bei ihrer Rückkehr gebührend empfangen. „Am Ende hat es nach exakt 2102 Kilometer auch gereicht. Wir haben mal gerechnet, 100 Liter Sprit und drei Liter Öl pro Fahrzeug haben wir wohl verbraucht. Gut, dass wir das Öl extra mitgenommen haben. Unterwegs haben wir nämlich nur eine Tankstelle gefunden, bei der Gemisch noch im Angebot war“, erzählte Tour-Teilnehmer Nico Bösler aus Schadeland. Er „zuckelte“ mit seinem S70 meist mit gut 60 Kilometern pro Stunde vorneweg. Die letzte Etappe führte von Heringsdorf auf Usedom zur Insel Rügen, von dort nach Stralsund und dann nach Lübtheen. Interessant, bis auf einen Plattfuß bei einem Motorrad und einem Kupplungsdefekt nahe Dömitz, gab es keine weiteren Ausfälle. Ein Beweis, wie zuverlässig die Technik aus alten Tagen noch immer ist, natürlich nur bei entsprechender Pflege. Schierke, Bad Salzungen, weiter zur Augustusburg, Dresden später Eisenach, Suhl und Zwickau waren die Stationen. Unterwegs gab es viele Begegnungen der sehr netten Art, wie z. B. bei den Werksführungen bei „LangTuning“ in Zwickau und „Ost“2rad“ in Stützengrün.

Mitgefahren sind Oliver Kretschmann (Garlitz), Jan Reinicke (Zarrentin), Dirk Schlabach (Brömsenberg), Sven Lamitschka (Lübtheen), Torsten Lüth (Schwerin), Andreas Krakow (Vellahn) und Jörg Bädker(Vellahn), Jens Prösch (Steegen) und Michael Rolletschek (Lübtheen) und ab Dresden Maik Schönfeld aus Lübtheen und natürlich Nico Bösler aus Schadeland.

Hinter der Gruppe steckt keine feste Mannschaft, vielmehr hatte sich das Vorhaben mit alter Osttechnik einmal die DDR zu umrunden in der Gegen herumgeschwiegen. Und da alle, die mitfuhren, mehr oder weniger Schrauber sind, fanden sich dann die Richtigen. Übernachtet wurde auf der Tour immer in Jugendherbergen, wie es sich gehört. Und die Touren waren so geplant, dass abends auch immer Zeit war, das nötige Bier zu besorgen. Übrigens: Eine Wiederholung der Tour in Zukunft ist nicht ausgeschlossen aber auch noch nicht konkret geplant.

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