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Ehemaliger Truppenübungsplatz Lübtheen : Heide: Zuerst die Sicherheitslage klären

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Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Munitionsbergungsdienst muss weitere Abschnitte in der Lübtheener Heide prüfen. Pläne für den Naturpark konnten jetzt konkretisiert werden

svz.de von
erstellt am 10.Jul.2017 | 08:00 Uhr

Kaum ein Thema interessiert die Lübtheener seit Jahren so sehr wie der Truppenübungsplatz, der 2013 stillgelegt wurde und anschließend sogar zum Naturerbe erklärt wurde. Ehrgeizig waren die Pläne mit dem riesigen Gebiet. Noch vor ein paar Tagen sagte Bürgermeisterin Ute Lindenau gegenüber der Schweriner Volkszeitung, dass eine wichtige Besprechung wieder verschoben werden musste und das Thema erneut brach lag - wie das Gelände. Jetzt jedoch kam der Stein ins Rollen.

Auf Einladung von Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Landwirtschaft und Umwelt, Dr. Till Backhaus, und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), vertreten durch den Bundesforstbetrieb Trave, fand im Bürgerhaus Lübtheen ein Informationsaustausch zwischen BImA und den Landes- sowie Kommunalbehörden über den Stand der Entwicklung der Naturerbefläche „Lübtheener Heide“ statt. „Für ein abgestimmtes, strategisches Vorgehen ist es wichtig, dass sich die betroffenen Akteure gegenseitig regelmäßig ins Bild setzen. Mit Blick auf die verschiedenen Ansprüche an diesen Landschaftsraum wird es vor allem darauf ankommen, die richtigen Schritte in der richtigen Reihenfolge zu gehen“, sagte Backhaus im Vorfeld der Veranstaltung. Entscheidend sei zunächst die aktuelle Einschätzung des Munitionsbergungsdienstes MV. Von der Klärung der Sicherheitslage werde abhängen, wie schnell die Lübtheener Heide in welche Richtung entwickelt werden kann. Inzwischen konnte die erste Phase des Kampfmittelmanagements, die sogenannte Historisch-genetische Rekonstruktion (HgR) zur Kampfmittelbelastung, abgeschlossen werden. Im Ergebnis wurden zum 1. Januar 2017 Teilflächen in den Randbereichen der Liegenschaft mit einem Umfang von bereits 860 Hektar für das öffentliche Betreten freigegeben.

In einem nächsten Schritt bereitet der Munitionsbergungsdienst die technische Erkundung für eine 295 Hektar große Teilfläche im Südwesten der Liegenschaft nahe der Ortslagen Jessenitz-Werk, Volzrade und Benz vor. „Das Kampfmittelmanagement im Umkreis um die unmittelbar angrenzenden Ortschaften hat aufgrund des Gefährdungspotenzials, insbesondere im Falle von Waldbränden, für uns oberste Priorität“, erklärte Henning Bremer, Leiter des Bundesforstbetriebs Trave. „Parallel dazu laufen derzeit die Vorbereitungen, einen Nationalen Naturerbe-Entwicklungsplan für die Lübtheener Heide zu erstellen“, führte er weiter aus. „Wir sind sehr froh, dass es endlich Konkretes gibt und wir jetzt eine Entwicklung erkennen können“, so Lübtheens Bauamtsleiter Frank Wein.


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