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Hagenow : Hauseigentümer zieht gegen die Stadt vor Gericht

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Laufendes Verfahren blockiert die weiteren Bauarbeiten am Mühlenteichdurchlass und in der Poststraße

von
erstellt am 11.Sep.2014 | 15:45 Uhr

Ein Hauseigentümer klagt gegen die Stadt Hagenow. Aufgrund des laufenden Verfahrens ruhen daraufhin die Bauarbeiten am Mühlenteichdurchlass.

Der Bauplan sah eigentlich schon Arbeiten in der Poststraße vor. SVZ fragte bei Hagenows Bürgermeisterin Gisela Schwarz nach, warum dort die Arbeiten zum Stillstand kamen.

„Die Bauarbeiten im Bereich Lange Straße, Mühlenteich, Poststraße wären bereits weiter voran gekommen, wenn nicht ein Gerichtsverfahren anhängig wäre, auf dessen Ausgang wir jetzt warten. Deshalb mussten die Arbeiten eingestellt werden, weil sie auf privatem Grund und Boden weitergeführt werden sollten“, sagte sie im SVZ-Gespräch. Die Baufirma in der Poststraße sei abgezogen worden.

Der Baustopp habe nichts damit zu tun, dass gar die Baufirma pleite sei oder die Stadt kein Geld für die Weiterführung des Vorhabens zur Sanierung des Mühlenteichdurchlasses hat. Vielmehr sei es nach Einschätzung der Bürgermeisterin so, dass durch den erzwungenen Stillstand die Kosten für dieses größte Vorhaben der Kommune in diesem Jahr steigen werden.

„Doch wir haben die feste Absicht, die Arbeiten in der Poststraße weiterzuführen, weil sie von allgemeinem Interesse sind“, machte Gisela Schwarz im Gespräch deutlich.

Hagenows Stadtvertretervorsteherin Dr. Helga Meier (Die Linke) sieht es als problematisch an, dass sich die Konfliktparteien nicht auf gütlichem Wege einigen können und dadurch der Baufortschritt im beträchtlichen Maße leidet.

„Das schadet nicht zuletzt der Stadt und treibt die Kosten unnötig in die Höhe“, sagte sie auf SVZ-Nachfrage.

Wie die Stadt wollte sich auch der Eigentümer des betroffenen Grundstückes (Name der Redaktion bekannt) angesichts des laufenden Verfahrens nicht zu den Gründen des Streits äußern.

Nach den Worten von Dirk Wiese, dem zuständigen Dezernatsleiter für Bau bei der Stadtverwaltung, besteht die dringende Notwendigkeit, zunächst die Arbeiten auf dem Privatgelände an der ehemaligen Wassermühle auszuführen, die gegenwärtig blockiert sind. Dabei geht es zunächst um die Umverlegung einer Regenwasserleitung sowie die Herstellung einer provisorischen Regenwasserleitung. Außerdem müssten die Gemäuer des alten Ziegelgewölbedurchlasses weiter abgerissen werden. Eine Schmutzwasserleitung soll in diesem Bereich umverlegt werden und das Bauwerk für den Gewässerverlauf durch Bohrpfahlgründung hergestellt werden. Wann und ob das überhaupt alles passieren wird, hängt nun von der Entscheidung des Oberverwaltungsgerichtes ab.

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