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Zweite Anbindung des Megaparks bei Valluhn fertig : Hamburg ist ein wenig näher gerückt

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Mit der Anbindung des Megaparks bei Valluhn an die die A 24 auch in Richtung Hamburg, geht ein Kampf zu Ende, der in der Wende begann. Fahrer aus Richtung Berlin, müssen auch weiterhin den alten Weg nutzen.

svz.de von
erstellt am 02.Sep.2013 | 07:07 Uhr

Valluhn | Kurz nach der Wende gab es die ersten Ideen, seit 1994 wurde konkrete daran gearbeitet, erst 2008 war die Abfahrt aus Richtung Hamburg da, seit gestern die Anbindung des Megaparks an die Autobahn A 24 auch in Richtung Hamburg komplett. Zugleich gab es einiger Kilometer neue Gemeindestraße zwischen den Kreisverkehren an der B 195 und am Heisterbusch sowie von der Autobahn in Richtung Valluhn. Alles mit neuem Radweg und für insgesamt 6,5 Millionen Euro. Und obwohl es eine Bundesautobahn ist, hat der Bund nichts davon bezahlt. Das Projekt lag in den Händen des Planungsverbandes für den Megapark, dazu kam Förderung für etwa 2,2 Millionen vom Land.

Mit der Anbindung, die offiziell eine Teilanschlussstelle ist, geht ein Kampf zu Ende, der praktisch in der Wende begann. So wie es den Park, der eigentlich Transport- und Gewerbegebiet Valluhn/Gallin heißt, gar nicht geben dürfte, kam auch dieser Anschluss nur ausnahmsweise zustande. Denn der Abstand zur Abfahrt Boizenburg/Zarrentin ist viel zu klein. Gallins Bürgermeister Klaus-Dieter Müller, der auch Chef des Planungsverbandes ist, war der Stolz über das Erreichte mit jedem Wort anzumerken. Und Müller, der selbst im Park arbeitet, machte eine einfache Rechnung auf: Pro Lkw-Fahrt macht die Einsparung zu den bisherigen Wegen gut 20 Kilometer aus, wenn der Brummi aus Richtung Hamburg kommt und dahin fährt. Pro 24 Stunden mache das für den gesamten Park gut 1000 Fahrten aus. Zusätzlich würden auch für zahlreiche Pendler die Wege kürzer. Die Menschen in dem Bereich würden nun auch per Rad sicher über die Autobahn kommen, die Bundesstraße 195 werden zwischen Lüttow und Gallin deutlich entlastete.

Frank Müller, Geschäftsführer der Firma DS-Produkte und Sprecher der Interessengemeinschaft der Betriebe im Megapark: "Das fast Unmögliche ist mit Hilfe aller nun doch möglich geworden. Die Firmen mit den insgesamt 4000 Beschäftigten haben das immer unterstützt. Im Jahre 2004 haben einige Unternehmen zusammen 100000 Euro gegeben, damit geplant werden konnte. Das ist, gemessen an der Bausumme, nicht viel, damals war es wichtig. Wir haben lange auf diese Anbindung gewartete. Jetzt ist sie da."

Bei den vielen Reden, die nach der vom Regen beeinträchtigten Übergabe der Brücke, im Festzelt stattfanden gab es Lob für viele. Für die Politik, besonders für Hans-Joachim Hacker, für den Kreis, die Gemeinden, die Stadt und natürlich auch für den Verband. Zusammen mit den Bauarbeiten verschwanden auch die letzten Reste der Grenzbefestigungen. Die nun abgerissene Brücke diente einst den DDR-Grenztruppen.

Nun gibt es die Hoffnung vieler auf noch mehr Ansiedlung im Gewerbepark. Bleibt nur ein Wermutstropfen. Wer auf der Autobahn aus Richtung Berlin kommt, der muss auch weiterhin den alten Weg nutzen.

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