Neue Errungenschaft : Hagenows Schätze auf einen Blick

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Kompakt, handlich, gefragt: Wer die Stadt besucht, findet jetzt auf einer Handkarte alles Sehenswerte

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14. Januar 2016, 08:14 Uhr

Wo steht das kleinste, wo das älteste Haus? Wo die Alte Synagoge, der jüdische Friedhof, der Wasserturm? Um Hagenows historische Schätze künftig besser zu vermarkten, hat die Stadt jetzt eine kompakte Handkarte, einen dazu passenden Flyer und ein Heft mit drei Stadtrundgängen samt geschichtlichen Hintergrundinformationen herausgebracht.

„Der Wunsch war da. Gerade bei Tagesgästen“, sagt Sabine Prillwitz von der Stadtinformation in der Langen Straße. Durchschnittlich 1000 Touristen suchen sie im Jahr auf, um sich zu erkundigen, was Hagenow zu bieten hat. Dazu kommen etliche Reisegruppen, die per Bus in den Ort fahren und am Museum Halt machen. Nicht jeder von ihnen möchte gleich mit einem Reiseführer durch die Stadt. „Viele wollen auch gern alleine bummeln“, sagt Sabine Prillwitz.

Die Idee: eine kompakte, handliche Minikarte. Jeder Tourist oder auch Einheimische kann sich nun das historische Hagenow von einem Block abreißen und sich selbst auf Spurensuche begeben.

„Hagenow hatte so etwas noch nicht“, sagt Roland Masche, Wirtschaftsförderer der Stadt und Initiator der Handkarte. Ein ganzer Karton dieser Blöcke steht in seinem Büro. In der Hagenow-Info und der Alten Synagoge liegen sie schon aus – in vielen Unternehmen, Hotels, Pensionen, Cafés sollen sie noch verteilt werden. Hagenows neuer Bürgermeister Thomas Möller will seine Vorstellungsrunde durch die Betriebe nutzen und Exemplare unters Volk bringen.

„Das ist ein bequemes Ding“, sagt Museumsleiter Henry Gawlick. Er kennt das auch aus vielen anderen Städten der Welt und findet es gut, dass es so eine Minikarte jetzt auch in Hagenow gibt.

Die Leute würden regelrecht danach fragen, sagt auch Ortschronist und Stadtführer Kuno Karls. 18 Mal ist er 2015 mit Gruppen unterwegs durch die Stadt gewesen. Und allein vom Fiek’n Brunnen bis zum Lindenplatz gibt es viel zu entdecken. Die wenigen Giebelhäuser zum Beispiel, die den Stadtbrand von 1748 überlebt haben. Auf dem Weg liegt auch das älteste Haus: der Stadtkrug von 1730 – damals eine Gastwirtschaft mit dem Namen „Deutsches Haus“. Das kleinste Häuschen steht nur wenige Meter entfernt in der Königsstraße 15. „Ein Seitenflurhaus“, wie Kuno Karls erklärt. Die Besitzer hatten früher Kühe auf dem Hof. Den Dung entsorgten sie durch den Flur und auch die Kühe spazierten dort hindurch.

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