Hagenow : Hagenows Polizeichef verabschiedet

Zum Abschied ein großes Präsent von den Kollegen: Uwe Mathews (re.) freute sich sichtlich über die Aufmerksamkeit.
Zum Abschied ein großes Präsent von den Kollegen: Uwe Mathews (re.) freute sich sichtlich über die Aufmerksamkeit.

Uwe Mathews als Polizist gewürdigt, der „durch extreme Einsatzbereitschaft aufgefallen“ sei

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20. März 2020, 19:00 Uhr

Wie so vieles in diesen Tagen war auch die offizielle Verabschiedung von Hagenows Polizeichef Uwe Mathews eigentlich ganz anders geplant. Einen großen Empfang im Rathaussaal sollte es geben. Die Grenadiere von seinem geliebten Partnerbataillon wollten ihn sogar mit einem Schützenpanzer durch Hagenow fahren. Alles null und nichtig angesichts von Corona. Dass es gestern doch noch eine würdige offizielle Verabschiedung gab, zu der auch der Präsident des Polizeipräsidiums Rostock kam, zeugt von der Wertschätzung, die der erfahrene Polizist genoss.

Gestern nun die „normale“ Verabschiedungsrunde mit wenigen Gästen und viel Platz dazwischen. Ingo Renk, der Chef der Polizeiinspektion Ludwigslust, würdigte seinen Unterstellten Mathews als Polizisten, der bis zum letzten Diensttag durch extreme Einsatzbereitschaft aufgefallen sei. Er habe nicht nur stringent nach innen geführt, sondern die Polizei auch sehr gut nach außen vertreten. Er habe viel für die Sicherheit der Bürger, aber auch für den guten Ruf der Polizei im Land und in der Hagenower Region getan. Uwe Mathews, der in Warlitz wohnt, war seit 2009 Chef des Hagenower Revieres und damit ungewöhnlich lange auf diesem Posten. Angefangen hat der 61-jährige sein Berufsleben aber mit einer Ausbildung zum Kfz-Schlosser für die Marken Trabant, Wartburg und Moskvich. Es folgten der Dienst bei den Grenztruppen und schließlich der Eintritt in die Polizei. Peter Mainka, der Chef des übergeordneten Rostocker Polizeipräsidiums, musste dann lange vorlesen, um alle Stationen des Polizisten auch nur einigermaßen streifen zu können. Der begeisterte Angler musste, wie alle, mit der Wende neu anfangen, baute viele Polizeistrukturen mit auf, war früher schon einmal in Hagenow tätig und kämpfte dann lange, bevor er auf seinem Traumposten als Chef im Hagenower Revier ankam.

Sein Abschied vom Polizeidienst stand vor einem Jahr schon einmal an, er packte noch zwölf Monate drauf. Nun hat er viel Zeit für seine Hobbys und natürlich seine Familie. Nachfolger auf seinem Posten wird ab 1. April der Kriminalhauptkommissar Mario Funk.

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