zur Navigation springen

Hagenower setzen Maßstäbe beim ausgelassenen Feiern

vom

svz.de von
erstellt am 23.Jun.2013 | 08:14 Uhr

Hagenow | Drei Tage lang war die einstige Kreisstadt kaum wieder zu erkennen, gestern Abend ebbte der Trubel dann so langsam ab. Interesse und Andrang waren auch in diesem Jahr ungebrochen, obwohl die Veranstalter sich auf das bewährte Konzept verließen und keine Experimente wagten. Am Ende war die Lange Straße doch kurz genug, um die Massen immer wieder zwischen den dicht gedrängten Buden und Ständen hin- und herwogen zu lassen. Für die Zahl der Besucher gibt es weder Zählungen, geschweige offizielle Zahlen. Rechnet man alle drei Tage zusammen, so dürfte auch in diesem Jahr die Zahl der Neugierigen so um die 30 000 gelegen haben. Das bedeutet jedoch nicht, dass auch die Händler alle auf ihren Schnitt kamen. Die Hagenower Kundschaft sei als schwierig bekannt, war von einigen Händlern immer wieder zu hören. Anders formuliert: In Hagenow wird ganz besonders aufs Geld geachtet. Um keinen mittleren Aufstand zu riskieren, wurde auch auf die eigentlich fällige Erhöhung beim Bierpreis verzichtet. Über den Getränkeerlös wird jedoch das Fest insgesamt ganz wesentlich finanziert.

Trotz der vielen Besucher war es nicht immer voll in der Innenstadt. Zur offiziellen Eröffnung am Sonnabend um 11 Uhr und später bis zum späten Nachmittag war es spürbar leerer als in den vergangenen Jahren. Dafür wurde vor allem an den Abenden nichts ausgelassen. Schon der Auftakt am Freitag verlief vielversprechend. Nicht anders sah es am Sonnabend aus, als kurz nach 10 Uhr heftiger Regen für eine Abkühlung im Trubel sorgte. Dennoch zeigten die Feierwilligen hier einige Ausdauer und kamen nach dem Regen zurück auf den Lindenplatz. Die Überraschungen im Programm hielten sich in engen Grenzen. Neu war das Bungee-Angebot, wo sich Wagemutige aus 60 Metern Höhe am Seil in die Tiefe fallen lassen konnten.

Dass es nicht nur ums Feiern ging, bewiesen die Hagenower Schützen, die am Sonnabend mit befreundeten Vereinen auf den Lindenplatz marschierten, zur Königsweihung. Hagenow hat in diesem Jahr eine Schützenkönigin. Die 63-jährige Sigrid Dähn trägt nach dem Königsschießen, das sie knapp gewann, die Würde. Strahlend nahm die Krankenschwester die Glückwünsche von Erik Hofmann (stellv. Bürgermeister) entgegen. Jugendschützenkönig wurde im übrigen Dominic Wesser (15) aus Kuhstorf.

Getragen wurde das Programm wie immer von vielen Vereinen und Verbänden. Für ihre Stadt warfen sich aber auch etliche Handwerker und Händler aus Hagenow mit eigenen Ständen ins Zeug. Nur mit "eingekauften" Künstlern wäre ein derartiges Programm über so einen langen Zeitraum gar nicht zu leisten. Zwar gab es einige Nörgler, die sich auch mal etwas Neues und Unerwartetes wünschen. Doch wer das fordert, muss auch an die Bezahlung denken. Am Ende müssen sich auch für die Veranstalter Rolf und Sebastian Eggert aus Lübtheen die Mühen lohnen, damit es auch die 24. Auflage des Festes geben kann.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen