Hortplätze auf der Kippe : Hagenower Kita ringt um Betriebserlaubnis

Platzmangel in der Kita Regenbogenland Hagenow: Vor den Ausschuss-Mitgliedern erklärt Kita-Leiterin Jutta Lüders (rechts), woran es hapert. 232 Quadratmeter fehlen allein im Hortbereich. Für 44 Hortplätze gibt der Landkreis nur bis zum 1. August die Betriebserlaubnis. nien
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Platzmangel in der Kita Regenbogenland Hagenow: Vor den Ausschuss-Mitgliedern erklärt Kita-Leiterin Jutta Lüders (rechts), woran es hapert. 232 Quadratmeter fehlen allein im Hortbereich. Für 44 Hortplätze gibt der Landkreis nur bis zum 1. August die Betriebserlaubnis. nien

Nur noch bis zum 1. August gewährt der Landkreis die Betriebserlaubnis für 44 Hortplätze im "Regenbogenland" in Hagenow. Gelingt es der Stadt bis dahin nicht, zusätzliche Fläche zu schaffen, verliert sie die Plätze.

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30. Mai 2013, 10:19 Uhr

Hagenow | Es wird eng in der Kita. Nur noch bis zum 1. August dieses Jahres gewährt der Landkreis Ludwigslust-Parchim die Betriebserlaubnis für 44 Hortplätze im "Regenbogenland" in Hagenow. Gelingt es der Stadt als Träger bis dahin nicht, zusätzliche Fläche zu schaffen, verliert sie die Plätze. Und das, obwohl der Bedarf mit dem neuen Schuljahr noch steigen wird. Denn in der angrenzenden Europaschule werden zwei Klassen mehr eingeschult.

Allein im Hortbereich fehlen der Einrichtung 232 Quadratmeter. Um die 60 sind es in Krippe und Kindergarten. "Wir müssen das sofort in Angriff nehmen", sagt Birgit Heimke, Teamleiterin für Kita und Schule, jetzt im Ausschuss für Jugend, Senioren und Soziales zum akuten Hort-Problem. Mehrere Optionen wurden bereits diskutiert.

Das Problem: Der Landkreis genehmige keine Doppelnutzung mehr, erklärt Birgit Heimke. Für zwei Gruppen ist aber bislang der Hortraum gleich Klassenraum in der Europaschule. Und damit ist die geforderte Trennung von Schule und Freizeit nicht gewährleistet. Es gibt keine Schränke, keine Spielecken... Aus Sicht des Kindes sei das aber nötig, sagt Kita-Leiterin Jutta Lüders. Die Gesellschaft habe sich verändert und damit die Probleme der Kinder. Sie bräuchten diesen Abstand.

Die Lösung der Stadt: Im Keller der Europaschule sollen jetzt Räume ausgebaut werden. So schnell wie möglich rücken dort die Handwerker an. "Da wird die Zeit aber knapp", geben Ausschuss-Mitglieder angesichts der Frist bis zum 1. August zu bedenken. Doch Jutta Lüders und Birgit Heimke sind zuversichtlich, dass spätestens im September/Oktober alles fertig ist. Da werde es auch keine Probleme mit dem Landkreis geben, "wenn er sieht, dass dort etwas passiert", schätzt Birgit Heimke. Auf Nachfrage beim zuständigen Fachdienst Jugend war gestern keine Stellungnahme zu bekommen.

Weitere Quadratmeter gewinnt die Kita durch den ehemaligen Abstellraum, der gerade für den Hortbereich umgebaut wird. "Das reicht natürlich immer noch nicht", sagt Jutta Lüders. Deshalb sei es auch sinnvoll, dass die neue Kita am Prahmer Berg gebaut wird. Sie hofft dadurch auf räumliche Entlastung. Und auf mehr individuellen Freiraum für sich und ihre Kollegen, um nach dem Bildungskonzept arbeiten zu können. Denn "an erster Stelle stehen die Kinder", so die Kita-Leiterin. Und ihre Kollegen, die oft unter ungünstigen Bedingungen arbeiten müssten. "Vor ihnen ziehe ich meinen Hut."

Eine weitere Herausforderung für sie: Um die Betreuung auch in den Bereichen Krippe und Kindergarten künftig nach Betriebserlaubnis und Betreuungsschlüssel gewährleisten zu können, wird es ab dem 1. August eine gemischte Gruppe aus Kindergarten und Krippe geben. Zudem soll neues Personal eingestellt werden. Langfristig wünscht sich Jutta Lüders aber ein neues umfassendes Sanierungskonzept für ihr Haus, um das Platzproblem zu lösen und den "Kindern gerecht zu werden".

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