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Hagenower Feuerwehrleute blicken auf das "Jahr der großen Ereignisse"

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erstellt am 26.Feb.2013 | 11:38 Uhr

Hagenow | Neben der Personaldebatte in der Hagenower Feuerwehr (SVZ berichtete) kam auf der letzten Mitgliederversammlung auch eines zum Ausdruck: 2012 war ein Jahr der großen Ereignisse. Technische Errungenschaften wie Digitalfunk, Rüstwagen und Wärmebildkamera, Fahnenweihe, 125. Jubiläum. Aber auch viele Einsätze.

127-mal mussten die Feuerwehrleute ausrücken (insgesamt 4193 Stunden). 2011 noch 95-mal. Das Sturmwochen ende im Sommer habe die Zahl erhöht, so Wehrleiter Steffen Kasulke. Allein an diesen beiden Tagen wurden sie 27-mal gerufen.

Die schlimmsten Einsätze: Der Wohnungsbrand in Sudenhof mit einem Toten und der Angelunfall am Wasserturm, der ebenfalls ein Todesopfer forderte. "Das hat uns alle sehr bewegt", sagte Steffen Kasulke in seinem Rückblick. Aufregend sei die Rettung einer Frau aus einem Fahrstuhl nach dem Stromausfall in Hagenow gewesen. Ebenso der Brand eines Holzhaufens in der Feldstraße, bei dem die Führungskräfte tätlich angegriffen wurden.

"Die Feuerwehrleute haben meinen großen Respekt", sagte Bürgermeisterin Gisela Schwarz. Die Wehr liege ihr sehr am Herzen. Nicht umsonst haben Stadt und Landkreis sich im letzten Jahr so für die technische Ausstattung der Schwerpunktwehr eingesetzt. "Es ist uns gelungen, eine Ausrüstung zu schaffen, die ihresgleichen sucht." Vieles wäre aber auch nicht möglich gewesen, wenn die Nachbarwehren nicht mitgemacht hätten, betonte sie. Gerade hinsichtlich des großen Jubiläums. Sie blickte dabei zu Heinz-Egon Möller, Wehrführer im Amt Hagenow-Land.

Er war am Freitagabend mit der ganzen Amtswehrführung zu Gast. "Damit demonstrieren wir, dass uns viel an der Partnerschaft mit Hagenow liegt", sagte er. Die Personalsituation sehe zwar noch ganz gut aus, aber an manchen Einsatztagen... "Ihr wisst selbst. Viele arbeiten außerhalb. Wenn wir gebraucht werden, sind wir da."

Kreiswehrführer Heiko Dübel lobte diese Kooperation, und die Stadt. "Ich kann bestätigen, dass Hagenow viel für die Feuerwehr macht." Er wüsste keine Kommune im Verbandsgebiet Ludwigslust, die so vielfältig dabei sei. Dübel betonte gleichzeitig, dass Hagenow als zentraler Standort Schwerpunktwehr bleiben müsse. Egal was kommt.

Wenn möglich, weiter mit einem Wehrführer. Steffen Kasulke gibt im Mai sein Amt aus persönlichen Gründen ab. Wenn sich bis dahin kein Nachfolger findet, würde er den Posten auch eine gewisse Zeit kommissarisch übernehmen. 18 Jahre war er in der Führung und im Vorstand, davon sechs als Wehrführer. Vor allem bei der Danksagung an die Kameraden hatte er am Freitagabend "einen Kloß im Hals", wie er sagte. Es war seine letzte Mitgliederversammlung als Chef.

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