Boizenburg : Hafenfest und Drachenboote

Die Neulinge von den „Gymnasiums-Chaoten“ (re) kämpfen tapfer gegen die „Haißsporne Ziemann“, die bereits zum 19. Mail mit dabei waren. Fotos: Katja Frick
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Die Neulinge von den „Gymnasiums-Chaoten“ (re) kämpfen tapfer gegen die „Haißsporne Ziemann“, die bereits zum 19. Mail mit dabei waren. Fotos: Katja Frick

Durch Unwetter am Freitagabend fiel Feuerwerk beim 10. Hafenfest ins Wasser/Drachenbootrennen mit reger Zuschauerbeteiligung

svz.de von
21. Mai 2017, 21:30 Uhr

Zwar begann es exakt auch zu Beginn dieses Boizenburger Festes am Freitagabend zu regnen, hinzu kamen schwere Gewitter mit starken Sturmböen. Am Rest des Wochenendes schien jedoch über der Elbestadt die Sonne und das mittlerweile 10. Hafenfest war gut besucht. Am Freitagabend musste allerdings die Nachwuchsband „Evenflow“ aus Grevesmühlen tapfer gegen Donnergrollen und leere Bänke ansingen, auch um 23 Uhr regnete es in Strömen, weshalb das zum Jubiläum geplante besondere Feuerwerk ins Wasser fiel.

Mehr Glück mit dem Wetter hatte da das Drachenbootrennen der SPD am Sonnabend. Auch wenn diesmal nur sechs Boote teilnahmen, herrschte bei den meisten Beteiligten und den Zuschauern am Ufer dementsprechend gute Laune. Minister Till Backhaus, Schirmherr des Rennens, hielt am Ufer das eine oder andere Schwätzchen und drehte mit dem Rettungsboot des DLRG Zarrentin eine Runde, um auf Höhe der alten Werfthalle den Startschuss für das zweite Rennen zu geben.

„Ich bin schon von Anfang an seit 19 Jahren hier mit dabei“, sagte Andreas Pöpplow, der kurze Zeit dem Minister das Steuer des Rettungsbootes überlassen hatte und sonst Gerätewart beim DLRG ist. „Ich bin nämlich eigentlich Boizenburger. Am Anfang bin ich selbst in einem Drachenboot mitgefahren, aber über das Rennen zum DLRG gekommen.“ Inzwischen lebt Andreas Pöpplow in Zarrentin und bildet zum Teil den Nachwuchs beim DLRG mit aus. „Als Rettungsschwimmer, Bootsführer, in der Ersten Hilfe - alles was man bei uns so können muss.“

Ebenfalls aus Zarrentin, genauer gesagt von der Feuerwehr Testorf, waren die „Unbestechlichen“, die Linienrichter, die in der Zielgeraden die Zeit der Drachenboote nehmen. „Das müssen Leute sein, die nicht von hier sind, da hat es schon heftige Diskussionen gegeben“, erklärte Marko Kröger, der inzwischen schon zum achten Mal beim Boizenburger Drachenbootrennen half.

Angelika Voss, Organisatorin, Vorsteherin des Amtes Boizenburg Land und Mitarbeiterin im Büro von Till Backhaus, gehörte zu denen, die weniger gute Laune hatten: „Ich bin sehr unzufrieden, dass der Amtsausscheid der Feuerwehren zeitgleich zum Drachenbootrennen stattfindet“, sagte sie der SVZ. „Wir sind an das Hafenfest gebunden und der Termin dafür wird im Dezember festgelegt, der für den Amtsausscheid erst im März.“ In der Parallelität der beiden Ereignisse sieht sie den Grund, dass in diesem Jahr nur sechs Boote am Rennen teilnahmen und die SPD noch nicht einmal ein eigenes Boot am Start hatte.

„Ja, schade, dass wir diesmal gar keine Gegenmannschaft hatten“, fand auch Trommlerin Yvonne Nörren vom einzigen Frauenboot „Die Fruchtbomben“. Die 18 Paddlerinnen plus Steuerfrau und Trommlerin sind seit 15 Jahren dabei und gehören in das Umfeld der „Heißsporne Ziemann“ aus Bahlen, das somit allein 40 Crew-Mitglieder ins Rennen schicken konnte.

„Ja, das macht eben Spaß“, begründete Günther Ziemann das sportliche Engagement des Dorfes. „Wir stellen ja auch immer eine Mannschaft beim Cup der Fussball-Freizeit-Mannschaften von Aufbau.“ Er ist sich sicher, dass die Jugend von Bahlen die sportlichen Aktivitäten weiterführen wird.

Da die „Heißsporne“ ein reines Männerboot waren, gewannen auch sie ohne Gegner mit einer Zeit von 4:03 min für zwei Rennen.

Bei den vier gemischten Booten hatte das Boot der CDU mit 3:56 min die Drachennase vorn, gefolgt von der „Gülzer Schaalecrew“ (4:21), den Gymnasiums-Chaoten (4:26) und dem Team der Bonbonfabrik (4:30).

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