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Königin der Instrumente : Gute Nachricht zur Orgel in Picher

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Historischen Instrument aus dem Jahre 1880 nur bedingt zu spielen / Nach Bewilligung der Förderung mögliche Sanierung ab 2016

svz.de von
erstellt am 02.Dez.2015 | 11:00 Uhr

Es ist eine erfreuliche Nachricht, die in der evangelischen Kirchgemeinde Picher in diesen Tagen die Runde macht. Die Zeichen stehen gut dafür, dass im kommenden Jahr die Voraussetzungen für die dringende Sanierung der historischen Orgel gegeben sind. Zeitgleich mit der Einweihung der Kirche im Februar des Jahres 1880 ging die Runge-Orgel in Betrieb.

Zahn der Zeit hinterlässt seine Spuren

Inzwischen hat der Zahn der Zeit mächtig an diesem Instrument genagt.

„Unsere Orgel ist dringend sanierungsbedürftig. Die originalen Prospektpfeifen mussten 1917 abgeliefert werden und wurden 1934 durch Zinkpfeifen ersetzt. Die Pfeifen sind von damals an nicht gereinigt worden, der Blasebalg ist löcherig und wurde von uns abgeklebt. In den 70er Jahren erhielt die Orgel einen Motor für das Gebläse, der ebenfalls reparaturbedürftig ist. Die Register klemmen, die gesamte Mechanik ist defekt. Es ist nicht zu übersehen, dass sich der Holzwurm durch das Material frisst. Die elektrische Zuleitung stammt aus der Gründerzeit und die Wand hinter der Orgel weist Risse auf, die ebenfalls beseitigt werden müssten. Wir spielen noch auf unserer Orgel, aber das Instrument ist völlig verstimmt“, macht Pastor Galleck im SVZ-Gespräch deutlich. Das Instrument ist mechanisch abgenutzt. Zum Weihnachtsfest wird die Orgel trotzdem zu hören sein, auch zur Goldenen Konfirmation. Zu Beerdigungen wird sie allerdings nicht mehr gespielt, weil einfach die Gefahr zu groß ist, dass sie einmal versagt, was schon vorgekommen ist.

Hinzu kommt, dass tatsächlich bis zu 20 kleinere Orgelpfeifen fehlen, ist zudem vom Pastor zu erfahren. „Vielleicht findet ja der Eine oder Andere auf seinem Dachboden noch eine originale Pfeife von der Picher Runge-Orgel. Wenn er der Kirche etwas Gutes tun will, kann er sie für die vorgesehene Sanierung zur Verfügung stellen, denn dann brauchen sie nicht mehr extra hergestellt werden.“

Gemeinderat und Pastor gehen Sanierung an

„Es gibt jetzt einen Beschluss des Kirchgemeinderates, dass wir die Sanierung jetzt angehen wollen. Die Endsumme liegt bei rund 62  000 Euro. Ein Antrag an das Land ist in der Hoffnung gestellt, dass wir ein Drittel der Gesamtkosten gefördert bekommen. Ein weiteres Drittel erhoffen wir uns vom Kirchenkreis. Der Antrag wird in Kürze gestellt, und wir haben Eigenmittel von rund 20  000 Euro aus Spenden gesammelt“, macht Pastor Galleck auf die grundlegenden Fragen aufmerksam. Der Kirchgemeinderat und er sind guter Dinge, dass im kommenden Jahr die Sanierung beginnen kann.

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