Umweltskandal : Gülleflut im Schwanheider Wald

Im Beisein von Wolfgang Ohde (l.) nimmt Mirko Hübner, Mitarbeiter beim Forstamt Schildfeld, eine Geruchsprobe.
Im Beisein von Wolfgang Ohde (l.) nimmt Mirko Hübner, Mitarbeiter beim Forstamt Schildfeld, eine Geruchsprobe.

Unbekannter Täter ließ Tausende Liter Gülle in einer Kiefernschneise ab. Forst fassungslos

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11. März 2015, 16:30 Uhr

Die Sonne spielt mit den Schatten der Kiefernstämme auf dem heidebewachsenen Waldboden. Vögel zwitschern, die Luft duftet nach Frühling. Dieser Wald ist ein Ort der Erholung. Doch dann fährt Mirko Hübner, Sachbearbeiter für Öffentlichkeitsarbeit beim Forstamt Schildfeld, mit seinem Geländewagen um die nächste Waldbiegung. Vor uns öffnet sich eine Schneise von gut 200 Metern Länge und 15 Metern Breite, die durchweg mit einem ekligen rostbraunen Schlamm überzogen ist. Der Gülleschlamm bedeckt die Kiefernstämme links und rechts der Schneise mannshoch. Der mit Heidekraut und Gräsern bewachsene Boden ist vollständig überzogen, ebenso alle hier nachwachsenden Bäume.

Mirko Hübner ist einigermaßen fassungslos. „Nach dem Anruf der SVZ habe ich mit ein paar abgeladenen Güllefässern gerechnet, aber nicht damit. So etwas habe ich auch noch nicht erlebt.“ Alles weise daraufhin, dass die Gülle mit schwerer Technik ausgebracht wurde, darauf deuteten die breiten Reifenspuren auf dem Waldboden, meint der Forstmitarbeiter.

Entdeckt hat die Gülleschneise Wolfhard Ohde aus Schwanheide, der seit 30 Jahren jeden Tag mit dem Rad durch diesen Wald fährt. Er wandte sich über seinen Sohn an die SVZ. „Ich dachte, da muss man was unternehmen“, erklärt der Fliesenleger, der direkt am Waldrand wohnt.

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