Flüchtlinge in Sumte : Gruppe von Asylbewerbern gleich wieder weg

Wollten nicht in Sumte bleiben... .
Wollten nicht in Sumte bleiben... .

Gestern kamen 103 Personen in der Notunterkunft in Sumte an. Etwa die Hälfte von ihnen wollte nicht bleiben

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13. November 2015, 08:00 Uhr

„Das sind freie Menschen, wir können sie hier nicht festhalten. Wir haben sie darüber informiert, wie unsere Einrichtung funktioniert, aber von den 103 Personen, die heute Morgen um 8 Uhr mit dem Bus von der deutsch-östereichischen Grenze hier ankamen, haben sich etwa die Hälfte wieder auf den Weg gemacht, wohin auch immer.“ Jens Meier, Einrichtungsleiter der Notunterkunft für Flüchtlinge in Sumte, beantwortete gleich zu Beginn der wöchentlichen Pressekonferenz im ehemaligen Bürodorf diese Frage einer Journalistin, weil diese die Gruppe von hauptsächlich jungen Männern in Neuhaus am Busbahnhof gesehen hatte.

Das wären die ersten Flüchtlinge, die nicht in Sumte bleiben wollten, so Meier weiter. Es könne sein, dass vielleicht zwei, drei Personen auch schon vorher die Einrichtung verlassen hätten, man würde natürlich keinen Zählappel durchführen. Inzwischen befinden sich in Sumte 290 Personen. Wann der nächste Bus mit Flüchtlingen kommt, wird immer nur kurzfristig angekündigt. In der Einrichtung selbst spielt sich langsam alles ein. Ein pensionierter Lehrer aus Neuhaus gibt seit kurzem jeden Tag Deutschunterricht, eine Frau aus Sumte selbst vermittelt Kenntnisse in Staatsbürgerkunde. Busfahrten nach Lüneburg zu Röntgenuntersuchungen gehen bald los, ebenso wie die Fahrten zur Landesaufnahmestelle in Braunschweig, wo die Asylanträge gestellt werden.

Was immer noch fehlt - und Jens Meier bezeichnet es als eine Zumutung - ist ein Telefonanschluss von der Telekom.

Alles rund um die aktuelle Flüchtlingsdebatte lesen Sie in unserem Dossier.

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