Nostorf : Grundstücksfragen jetzt geklärt

Festveranstaltung in der Festscheune Rensdorf.
Festveranstaltung in der Festscheune Rensdorf.

Gemeinde Nostorf schließt Flurneuordnung ab / Bodenordnungsverfahren erfolgreich angewendet

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12. August 2015, 19:29 Uhr

Die Gemeinde Nostorf hat die Flurneuordnung erfolgreich abschließen können. „Mit Hilfe des Bodenordnungsverfahrens gelang es, sämtliche Grundstücksangelegenheiten zu klären. Aufgrund der sehr guten Zusammenarbeit der Gemeindevertretung mit dem Amt Boizenburg-Land und dem Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg war es möglich, die meisten Straßen und Plätze auszubauen“, zitiert das Staatliche Amt (StALU) den ehemaligen Bürgermeister Joachim Kletzin.

Der Vorstandsvorsitzende der Teilnehmergemeinschaft, Wolfgang Hermann, hatte kürzlich alle Einwohner von Nostorf in die Festscheune Rensdorf eingeladen, um den erfolgreichen Abschluss des Verfahrens zu feiern.

Nostorf hatte nach Angaben des Amtes für Landwirtschaft und Umwelt 1999 das Bodenordnungsverfahren im damaligen Amt für Landwirtschaft Wittenburg beantragt, weil die tatsächliche Flächennutzung erheblich von der im damaligen Grundbuch und Kataster ausgewiesenen Eigentumsstruktur abwich. Zudem spielte die besondere Situation an der Grenze zu Schleswig-Holstein und Niedersachsen eine besondere Rolle. Zu DDR-Zeiten waren viele alte Wege einfach überpflügt und ohne Rücksicht auf Grundstückseigner Neubauten errichtet worden. Das Verfahrensgebiet umfasste laut StALU 1996 Hektar.

Um landwirtschaftliche Nutzflächen künftig besser bewirtschaften zu können, wurden sie nach Möglichkeit zu sogenanntem geschlossenen Eigentum zusammengefasst. Die Verfahrensbeteiligten legten fest, welche Verkehrsflächen privat und welche gemeinschaftlich oder öffentlich genutzt werden. Die Grundstücksgrenzen in der Ortslage wurden eindeutig gekennzeichnet, Bodeneigentum und darauf befindliche Gebäude zusammengeführt.

Für Grundstückszufahrten, landwirtschaftliche Wege, öffentliche und private Dorferneuerungsmaßnahmen hat das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg nach eigenen Angaben insgesamt mehr als 3,39 Millionen Euro Fördermittel für Investitionen bewilligt. Die Gemeinde brachte dafür einen Eigenanteil von 610 000 Euro auf.

Das letzte investive Vorhaben war der Deichverteidigungsweg, der als Gemeinschaftsstraße auch von landwirtschaftlichen Anliegern genutzt werden kann. Das Projekt fand im Dezember 2014 seinen Abschluss. Mit der Sanierung des Deiches am Randkanal im Polder Horst konnte zugleich eine Baumaßnahme aus dem Hochwasserschutzkonzept Elbe beendet werden.

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