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Hagenower Kreisblatt

19. Oktober 2017 | 22:19 Uhr

Hagenow : Grundgebühr für Abwasser steigt

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

SVZ sprach mit Verbandsvorsteher Dieter Quast, Stadtwerke-Chef Holger Klöhn und Jörg Flaig, Abteilungsleiter Abwasser der Stadtwerke Hagenow

von
erstellt am 03.Aug.2017 | 21:00 Uhr

Für Verbraucher rund um Hagenow, die ihr Schmutzwasser in die Hagenower Kläranlage des Abwasserzweckverbandes einleiten, wird ab August 2017 eine Gebührenerhöhung wirksam. Die Mitgliederversammlung des Abwasserzweckverbandes Hagenow und Umlandgemeinden hat sich auf der jüngsten Zusammenkunft mit den Novellierungen der Klärschlammverordnung und der Düngeverordnung befasst. Im Ergebnis beschloss die Verbandsversammlung eine neue Gebühr. Dieter Hirschmann von der SVZ sprach mit dem Verbandsvorsteher Dieter Quast, mit Holger Klöhn, Geschäftsführer der Stadtwerke Hagenow GmbH, und mit Jens Flaig, Abteilungsleiter Abwasser der Stadtwerke.
SVZ: Welche Gebühr erhöht der Verband?
Jens Flaig: Es geht um die Erhöhung der Grundgebühr, nicht um die Einleitgebühr pro Kubikmeter. Die Grundgebühr hat sich nahezu verdreifacht und liegt jetzt im Durchschnitt vergleichbarer Abwasserentsorger.
Können Sie ein Beispiel nennen?
Jens Flaig: Bei einer Größe des Trinkwasserzählers bis 5 m³/h waren alt 2,55 Euro pro Monat fällig, neu sind es jetzt 7,50 Euro. Betrachtet man ein Einfamilienhaus mit 100 Kubikmetern Abwasser so liegen die jährlichen Mehrkosten bei knapp 60 Euro. Bei einer Wohnung in einem 24 WE-Block liegen die Mehrkosten bei knapp 5 Euro.
Warum wurde diese doch erhebliche Gebührenerhöhung erforderlich?
Dieter Quast: Es ist übrigens für die Anschlussnehmer der Kläranlage Hagenow die erste Gebührenerhöhung seit 1993. Wir als Verband mussten auf die neue Klärschlammverordnung und auf die geänderte Düngeverordnung reagieren. Nach den Änderungen in der Klärschlammverordnung ist das Ausbringen von Klärschlamm auf Böden mit landwirtschaftlicher Nutzung untersagt, wenn Klärschlamm in einer Abwasserbehandlungsanlage angefallen ist, in der Abwasser aus der industriellen Kartoffelverarbeitung behandelt wurde, was bei uns zutrifft. Das war der Ausgangspunkt dafür, dass sich die Mitgliederversammlung mit der Neukalkulation der Gebühren beschäftigen musste, und letztendlich auch beschloss.

Das komplette Interview lesen Sie in unserer morgigen Print- oder ePaper-Ausgabe.

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