Boizenburg: Endgültiges Aus für Elbbergweg : Grüner "Balkon" statt Weg

Diesen Blick haben die Boizenburger vom künftigen „Boizenburger  Balkon“ am Vier. Katharina Hennes
Diesen Blick haben die Boizenburger vom künftigen „Boizenburger Balkon“ am Vier. Katharina Hennes

Statt des ursprünglich geplanten Weges auf dem Elbberg am Hang soll nun eine Aussichtsplattform geschaffen werden. „Boizenburger Balkon“ hat sie der Hamburger Ingenieur Jörg Lewin in der Entwurfsplanung genannt.

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21. September 2012, 08:21 Uhr

Boizenburg | Statt des ursprünglich geplanten Weges auf dem Elbberg am Hang soll nun eine Aussichtsplattform geschaffen werden. "Boizenburger Balkon" hat sie der Hamburger Ingenieur Jörg Lewin in der Entwurfsplanung genannt. Die Stadtvertreter haben dem Plan auf ihrer letzten Sitzung mehrheitlich zugestimmt. Laut Jörg Lewin könnte die Aussichtsplattform schon im Frühjahr nächstes Jahr fertig sein. "Damit würde die Chaosfläche am Vier endlich verschwinden und man hätte einen attraktiven Bereich am Stadteingang, Besucher können hier gut Pause machen und den Ausblick auf das Elbtal genießen", so Lewin.

Für Rainer Wilmer von der Fraktion Bürger für Boizenburg (BfB) ist der Elbbergweg auch nach dem jüngsten Beschluss nicht vom Tisch. Seine Fraktion hat geschlossen gegen die neue Entwurfsplanung auf dem Elbberg gestimmt. "Die Stadtverwaltung hat in all den Jahren den geplanten Elbbergweg schlichtweg vergessen. Das macht uns böse." Wenn die Verwaltung es über sechs Jahre versäumt, den Investor an seine Verpflichtung zu erinnern, dann sei das ein Fall für die Kommunalaufsicht, so Wilmer. Die neue Planung habe nicht nur den Wegfall des Weges besiegelt, sie habe auch die angrenzenden Grundstücke noch wertvoller gemacht.

Bürgermeister Harald Jäschke räumt den Fehler ein. "Wir haben den Vertrag nicht kontrolliert und keinen Dampf gemacht. Dafür entschuldigen wir uns", sagte er gestern gegenüber SVZ. Aus dem Fehler sei aber kein Schaden erwachsen. Laut Jäschke würde das Gelände auf dem Elbberg aus heutiger Sicht gar keine Baufreiheit mehr für den Weg hergeben. "Die vielen Rubinien hätten den Weg kaputt gemacht. Da hätten wir bis zu fünf Meter Erde austauschen müssen", sagt er. Zudem wäre die Unterhaltung und Pflege des Weges viel zu teuer geworden.

Nach dem neuen Entwurf soll die Aussichtsplattform gegenüber von Checkpoint Harry neben dem Museumsgelände entstehen. Geplant sind dort auch drei Sitzbänke, eine Infotafel und ein Geländer am Hang. "Die Zuwegung von der Trasse der alten B5 könnte dann von gepflanzten Linden gesäumt werden, so dass man schon von der Straße aus erkennen kann, dass dort ein Weg zum Boizenburger Balkon führt", sagt Planer Lewin. Er sieht den neuen Plan als Chance für die Stadt. "Hoffen wir mal, dass er - anders als der Weg - am Ende auch realisiert wird."

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