Boizenburg : Grüne-Chefin im Boizehaus

Silke Gajek schaute mal mit ins Mathebuch, ob sie den vier Jungs aus Afghanistan bei den Hausaufgaben helfen kann.  Fotos: Katja Frick
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Silke Gajek schaute mal mit ins Mathebuch, ob sie den vier Jungs aus Afghanistan bei den Hausaufgaben helfen kann. Fotos: Katja Frick

Die Fraktionsvorsitzende von Bündins 90/DIE GRÜNEN im Schweriner Landtag informierte sich über die Arbeit der Kinder- und Jugendeinrichtung des Internationalen Bundes und die der Boizenburger Willkommens-Initiative

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15. Januar 2016, 07:29 Uhr

Knapp acht Monate vor der Landtagswahl am 4. September besuchte gestern Nachmittag die Fraktionsvorsitzende von Bündins 90/DIE GRÜNEN im Schweriner Landtag, Silke Gajek, das Boizehaus in Boizenburg. In der Kinder- und Jugendeinrichtung des Internationalen Bundes (IB) gibt es 16 Plätze für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren, vier davon sind zur Zeit nicht belegt. Von den restlichen zwölf sind acht besetzt mit sogenannten minderjährige unbegleiteten Flüchtlingen aus Afghanistan, Syrien und Eritrea sowie vier mit deutschen Jugendlichen, die Probleme in ihren Elternhäusern haben. Das Betreuungskonzept des IB ist, ähnlich dem in der Kinder- und Jugendeinrichtung in Dersenow, integrativ ausgerichtet. Die Einrichtung ist schon 1994 speziell für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge eingerichtet worden, zuerst in Gülze, 2009 ist sie nach Boizenburg in die ehemalige Wassermühle gezogen.

„Lange Zeit gab es im Landkreis zu wenige Plätze für minderjährige Unbegleitete, doch jetzt habe ich vier Plätze frei“, berichtete Silke Mensch, die Leiterin des Boizehauses, der Landtagsabgeordneten Silke Gajek in einer Gesprächsrunde, an der auch der Geschäftsführer des Internationalen Bundes Südwestmecklenburg Michael Hallmann und Mitglieder der Boizenburger Willkommens-Initiative teilnahmen. „Das muss ja dann heißen, dass es keine Bedarf mehr gibt, seitdem die alleinreisenden jugendlichen Flüchtlinge auf die anderen Landkreise verteilt werden. Aber es scheint auch keinen Bedarf mehr an Plätzen für deutsche Jugendliche in schwierigen Familiensituationen zu geben. Obwohl ich mir das beides schwer vorstellen kann.“ Darüber wunderte sich auch Silke Gajek und erklärte, sich in Schwerin danach erkundigen zu wollen.

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